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Kinderpornografie-Suche : Apple knickt ein

Wie geht Apple nun weiter vor? Bild: Reuters

Der Aufschrei war groß, als der iPhone-Konzern ankündigte, die Handys seiner Kunden durchsuchen zu wollen. Zu recht sind die Pläne nun gekippt.

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          Der amerikanische Techkonzern Apple hat am Freitag angekündigt, seine Pläne zur Suche nach kinderpornografischem Material auf den Smartphones seiner Kunden auf Eis zu legen. Das Vorhaben dürfte damit in seiner ursprünglichen Form wohl nie mehr umgesetzt werden.

          Apples Einknicken ist die richtige Reaktion auf den öffentlichen Aufschrei, den die Ankündigung vor einigen Tagen ausgelöst hatte. Natürlich ist der Schutz von Kindern – umso mehr in Zeiten rasch fortschreitender Digitalisierung – ein gesellschaftliches Ziel von höchster Bedeutung. Dies gilt jedoch genauso für den Schutz der Privatsphäre jedes Einzelnen.

          Deshalb war das geplante Software-Update, welches dazu geführt hätte, dass die Suche nach dem kriminellen Material auf den Smartphones direkt stattgefunden hätte, der falsche Weg. Apple hat mit dem Rückzug wohl gerade noch die Kurve bekommen, um das Vertrauen seiner Kunden nicht zu verspielen.

          Das Thema Kinderschutz bleibt gleichwohl und zu Recht mit hoher Priorität auf der Tagesordnung. Um einen vernünftigen Mittelweg zum Schutz aller Interessen muss weiter gerungen werden.

          Sven Astheimer
          Verantwortlicher Redakteur für die Unternehmensberichterstattung.

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