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Internes Memo : So will sich Snapchat aus dem Stimmungstief befreien

  • Aktualisiert am

Der Messengerdienst Snapchat kämpft seit längerem mit Problemen. Bild: Reuters

Snapchat kämpft seit Monaten mit den Folgen eines verkorksten Neudesigns. Wichtige Mitarbeiter verließen das Unternehmen. Nun hat sich Geschäftsführer Evan Spiegel intern geäußert – und gibt offen Probleme zu.

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          In einem internen 15-seitigen-Memo hat Evan Spiegel, Geschäftsführer der Snap Inc., zu der auch der amerikanische Messengerdienst Snapchat gehört, offen über Probleme des Unternehmens gesprochen. Dabei ging es insbesondere um das misslungene Neudesign der App, das Snapchat im Frühjahr diesen Jahres veröffentlicht hatte. Die neu gestaltete, aber vor allem langsamere App hatte viele Nutzer verärgert und für einen Rückgang der Nutzerzahlen gesorgt.

          „In unserer Begeisterung, Innovationen zu entwickeln und viele neue Produkte auf die Welt zu bringen, haben wir den Kern dessen, was Snapchat zum schnellsten Kommunikationsmittel gemacht hat, verloren“, schrieb Spiegel in dem Memo, das auf den 26. September datiert ist und nun durchsickerte. Der überarbeitete Freundes-Feed habe es schwieriger gemacht, die richtigen Leute zu finden. „Wir haben unser Produkt verlangsamt und unseren Kernproduktwert ausgehöhlt.“

          Drei Millionen kehrten Snapchat den Rücken

          Nach der Veröffentlichung des Redesigns im Mai war der Aktienkurs des Tech-Unternehmens eingebrochen. Bis August hatte Snapchat dann zwei Prozent seiner täglichen Nutzer verloren – rund drei Millionen Menschen. Die deutliche Kritik ist bei dem Unternehmen offenbar angekommen: Man habe hart daran gearbeitet, diese Probleme zu lösen und werde viele der Erkenntnisse in einem zukünftigen Update für Android-Geräte umsetzen, versprach Spiegel.

          In der Memo beklagte Spiegel allerdings nicht nur Probleme, sondern sprach auch über Zukunftspläne des amerikanischen Tech-Unternehmens: So will man sich künftig darauf konzentrieren, Snapchat wieder zum schnellsten Kommunikationsmittel zu machen. Zudem wolle man den Nutzern helfen, enge Freunde zum Kommunizieren zu finden. Denn viele Snapchat-Nutzer würden mit einigen wenigen Leuten viel kommunizieren, mit dem Rest ihrer Freundesliste aber kaum.

          SNAP INC. CL.A DL-,00001

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          Auch Erweiterte Realität (AR) will Snapchat künftig anbieten. So bastle man derzeit an einer Funktion, mit der man die „Snaps“ genannten aufgenommenen Handybilder zu einer 3D-Welt zusammenfügen wolle. Für weitere Funktionen arbeite Snap auch mit dem Versandriesen Amazon und dem Musikerkennungsdienst Shazam zusammen.

          Ob das die verlorenen Nutzer wieder zurückbringt, bleibt abzuwarten. Der Aktienkurs von Snap Inc. stieg nach der Veröffentlichung der internen Mitteilung leicht an.

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