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Smudo im Porträt : Der Rapper mit der Corona-App

Smudo Ende Februar bei Anne Will Bild: ddp Images

Berühmt wurde er als Teil der Fantastischen Vier, jetzt sorgt Smudo mit der Luca-App für Aufsehen. Das ist weniger überraschend, als es auf den ersten Blick erscheinen mag.

          4 Min.

          In diesen Tagen redet Smudo schneller als gewöhnlich, fast noch schneller als er sonst rappt. Nur einmal im Gespräch hält er inne – als es um die Kanzlerin geht. Die hatte am Mittwoch, direkt nach den Bund-Länder-Verhandlungen auf ihre gewohnt umständliche Weise gesagt: „Wir werden daran arbeiten, eine Kontaktnachverfolgung insbesondere für Besuche von Veranstaltungen, von Außengastronomie und Ähnlichem in elektronischer Form zu installieren, die bundeseinheitlich von den Länden ausgewählt wird.“ Dann fügte Merkel hinzu: „Sie kennen als Beispiel das System Luca.“

          Sarah Obertreis
          Redakteurin im Ressort „Gesellschaft & Stil“.
          Benjamin Fischer
          Redakteur in der Wirtschaft.

          Das sei richtig schön gewesen sagt Smudo, der mit bürgerlichem Namen Michael Bernd Schmidt heißt. Der 53-Jährige ist vor allem bekannt als ein Teil der deutschen Hip-Hop-Pioniere Die Fantastischen Vier. Seit fünf Monaten macht er nun Werbung für Luca – und seit ein paar Wochen ist er so erfolgreich damit, dass sein Telefon nicht mehr aufhört zu klingeln. Denn dieser Tage beraten sich die Gesundheitsminister der Länder darüber, ob Luca bald flächendeckend in Deutschland eingeführt werden soll. Kommt es tatsächlich dazu, haben Smudo und seine Mitstreiter die erste, die größte Hürde geschafft. „Die Länder werden sich kurzfristig für ein solches System entscheiden“, hatte Merkel am Mittwoch noch gesagt. Einigen sie sich tatsächlich auf Smudos Projekt – Sachsens Ministerpräsident zögert wohl noch –, sollen innerhalb der kommenden Wochen alle 377 Gesundheitsämter an Luca angeschlossen werden.

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