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Digitale Stadt : Die Behörden brauchen die „Smart City“

  • -Aktualisiert am

Städte erproben die „Smart City“. Bild: EPA

Die Corona-Pandemie bringt den digitalen Rückstand der Gemeinden ans Licht. Dabei hilft die Digitalisierung den Bürgern und den Behörden.

          3 Min.

          Ein Amtsgang löst selten Vorfreude aus. Besucher ziehen Nummern, warten auf den Gängen, tigern mitunter von einem Schreibtisch zum nächsten. So bleibt ihnen noch Zeit, um nachzudenken, welches Dokument sie womöglich vergessen haben. Dabei könnte alles so einfach sein, wenn der Behördengang ins Internet verlegt würde. Das geht aber oft nicht. Die Verwaltung braucht für die Digitalisierung zu lange und verzögert damit den Weg zur „Smart City“, dem Leitbild einer digitalen, vernetzten und auch effizienteren Stadt. Ein Schritt dahin ist das Amt 2.0, für das sich viele Gemeinden noch Zeit lassen.

          Gerade in der Corona-Krise hätten solche digitalen Abläufe vielen Menschen das Leben erleichtert. Stattdessen schränkten Verwaltungen seit Beginn der Pandemie ihre Dienste ein: Sie schlossen den Betrieb teilweise, mussten sich erst einmal neu organisieren und ihre Abläufe auf das Abstandsgebot der Corona-Krise umstellen. Hier kam ans Licht, wie weit die Behörden der digitalen Verwaltung hinterherhinken. Manches Amt wagte sich einen Schritt nach vorn mit einer Online-Terminvergabe, um Kontakte und die Aufenthalte in seinem Haus zu senken. Nun mussten Bürger lange auf einen Behördentermin warten: Um einen Führerschein in Stuttgart abzuholen, brauchte es mehrere Wochen. Wer in Berlin, Mainz oder Plön sein Auto ummelden wollte, musste sich ähnlich lang gedulden.

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