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Folge der Pandemie : Seit Juli schafft Amazon 2800 neue Arbeitsplätze - pro Tag

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Infolge der Pandemie rollen in den Amazon-Lagern noch mehr Päckchen von den Bändern. Bild: AP

Immer mehr Menschen bestellen immer häufiger im Internet. Der amerikanische Onlinehändler reagiert.

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          Der Internet-Konzern Amazon stellt inmitten der Corona-Pandemie rund um den Globus Zigtausende neue Mitarbeiter ein. Vom Jahresbeginn bis Oktober sind 423.000 Angestellt hinzugekommen. Insgesamt beschäftigt der Onlinehändler nun ungefähr 1,2 Millionen Menschen direkt, 50 Prozent mehr als vor einem Jahr. Das berichtet die „New York Times“ und bezieht sich dabei auch auf interne Dokumente des Konzerns.

          Demnach sind alleine seit Juli etwa 350.000 Angestellte hinzugekommen, die in den Lagerhäusern des Unternehmens in den Vereinigten Staaten, Indien oder Italien Bestellungen abwickeln, aber auch als Entwickler und Software-Ingenieure beispielsweise in der Cloud- oder Unterhaltungssparte von Amazon arbeiten. Rein rechnerisch ergibt sich damit seit dem Sommer ein Stellenzuwachs von durchschnittlich 2800 Angestellten pro Tag.

          Grund dafür ist, dass infolge der Corona-Pandemie noch mehr Menschen noch umfangreicher im Internet einkaufen - um freiwillig Kontakte und damit die Ansteckungsgefahr einzuschränken, aber auch als Folge der Einschränkungen, die Regierungen rund um die Welt erlassen haben, um die Ausbreitung des Corona-Virus zu bremsen. An der Börse ist Amazon gegenwärtig mehr als 1,6 Billionen Dollar wert. Verglichen mit dem Jahresbeginn hat sich der Aktienkurs um ungefähr 70 Prozent erhöht.

          Der Stellenzuwachs im Amazon-Konzern ist ein Rekord in der privaten amerikanischen Unternehmensgeschichte. Zwar beschäftigt etwa der Handelskonzern Walmart mit gegenwärtig 2,2 Millionen Mitarbeitern noch mehr Menschen - aber so viele neue Arbeitsplätze in so kurzer Zeit schaffte er bislang dem Bericht zufolge nicht.

          Der andauernde Erfolg hat unterdessen auch dazu geführt, dass der von Jeff Bezos gegründete und bis heute geführte Konzern immer wieder in die Kritik gerät. In dieser Woche haben Aktivisten am Amazon-Hauptsitz in Seattle, in New York, Rom und München demonstriert. Sie werfen Amazon unter anderem zu schlechte Arbeitsbedingungen vor, nicht ausreichend Steuern zu zahlen und den Einzelhandel in den Innenstädten zu zerstören.

          Rechte Aktivisten der Gruppe Mascherine Tricolori beteiligten sich am Freitag an Protesten gegen Amazon in Rom.
          Rechte Aktivisten der Gruppe Mascherine Tricolori beteiligten sich am Freitag an Protesten gegen Amazon in Rom. : Bild: AFP

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