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Schadsoftware : Jetzt wird es auch für Mac-Nutzer ernst

  • Aktualisiert am

Ein Mac Pro von Apple. Bild: AFP

Wer einen Mac nutzt, ist vor Viren und anderen Bedrohungen sicher, hieß es lange. Doch diese Zeit könnte nun vorbei sein – die Zahl der auf Apple-Rechner gezielten Bedrohungen nimmt rasant zu.

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          Die Zahl der Bedrohungen für Mac-Computer steigt einer Studie zufolge rasant an. Der Hersteller von Antiviren-Software Malwarebytes registrierte im vergangenen Jahr 400 Prozent mehr Bedrohungen für das Betriebssystem als im Vorjahr. Zudem sei die Anzahl der verschiedenen Schadsoftwares für den Mac zum ersten Mal in der Geschichte schneller gewachsen als die derjenigen für Windows.

          Malwarebytes verfolgt eine breite Definition von Schadsoftware und fasst darunter etwa auch Adware, also mit unerwünschten Werbebannern gespickte Programme, die darüber hinaus aber keinen wirklichen Schaden anrichten. Generell stellten die Fachleute fest, dass Cyberkriminelle sich in den vergangenen zwei Jahren verstärkt darauf verlegten, Unternehmen statt Endnutzer anzugreifen. Die Entdeckungen von gegen Nutzer gerichteten Bedrohungen sanken im Vergleich zum Vorjahr um 2 Prozent, während die der gegen Unternehmen gerichteten um 13 Prozent anstiegen.

          Zwei der bedeutendsten Schadsoftwares des vergangenen Jahres waren der Studie zufolge Trickbot und Emotet. Diese richteten sich vorrangig auch gegen Unternehmen. Der Trojaner Emotet etwa sorgte schon mehrfach für Schlagzeilen, weil er die E-Mail-Adressbücher seiner Opfer ausliest und deshalb in der Lage ist, täuschend echt Mails zu erstellen, die dann aussehen, als habe der zuerst Angegriffene sie geschrieben. Emotet war es auch, der das Computersystem des Berliner Kammergerichts lahmlegte.

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