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Zahlen des Softwareherstellers : SAP kommt besser aus der Flaute als gedacht

  • Aktualisiert am

Christian Klein steht seit April 2020 allein an der Spitze von SAP. Bild: dpa

Der Softwarekonzern kann seine Einbußen reduzieren. Im ersten Halbjahr hätte SAP sogar einen Gewinnzuwachs verzeichnet, wären da nicht die bremsenden Wechselkurseffekte gewesen. Die Dienste in der Cloud sind weiter gefragt.

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          Europas größter Softwarehersteller SAP hebt nach einem unerwartet robusten zweiten Quartal seine Prognosen für das Gesamtjahr leicht an. Das Geschäft mit Software zur Nutzung über das Internet (Cloud) zog abermals kräftig an und mit den herkömmlichen Softwarelizenzen ging es nicht ganz so stark bergab wie von Experten gedacht.

          Für das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern geht das Management um Vorstandssprecher Christian Klein in diesem Jahr nun von einem währungsbereinigten Rückgang um bis zu 4 Prozent aus. Im besten Fall dürfte es stagnieren. Bisher rechneten die Walldorfer mit einem Rückgang von 1 bis 6 Prozent. Auch bei den Erlösen aus der Cloud und mit den Produkten insgesamt ist SAP nun etwas zuversichtlicher, wie es am Mittwoch vom Dax-Konzern hieß.

          Im zweiten Quartal lag der Gesamtumsatz mit 6,7 Milliarden Euro ein Prozent unter dem Vorjahreswert. Das bereinigte operative Ergebnis schnitt mit einem Rückgang um 2 Prozent auf 1,92 Milliarden Euro etwas besser ab als von Analysten gedacht. Ohne Wechselkurseinwirkung hätten Umsatz und operatives Ergebnis um 3 Prozent zugelegt. Klein verwies zudem auf ein starkes Wachstum neuer Verträge des Cloudangebots „Rise with SAP“ vor allem in den Vereinigten Staaten.

          Unter dem Strich verdiente SAP 1,45 Milliarden Euro und damit fast zwei Drittel mehr als ein Jahr zuvor. Maßgeblichen Anteil daran hatten wieder die Beteiligungen von SAP an Start-ups über das Risikokapitalvehikel Sapphire Ventures, das laut Finanzchef Luka Mucic im zweiten Quartal 900 Millionen Euro zum Finanzergebnis beitrug.

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