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SAP-Chef McDermott : „2018 wird das beste Jahr in der SAP-Geschichte“

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Das Logo des Softwarekonzerns SAP an der Unternehmenszentrale in Walldorf, Baden-Württemberg Bild: dpa

Beim Umsatz kommt der deutsche Softwarehersteller SAP so gut voran, dass er zum dritten Mal in diesem Jahr die Prognosen anhebt – dank florierender Verkäufe seiner Mietsoftware aus der Cloud.

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          Europas größter Technologiekonzern SAP traut sich wegen florierender Verkäufe seiner Cloud-Software größere Sprünge zu. Schon zum dritten Mal in diesem Jahr hob der Walldorfer Dax-Konzern am Donnerstag seine Ziele fürs Gesamtjahr an. „Wir haben eine so starke Pipeline für das vierte Quartal wie noch nie zuvor“, begründete Konzernchef Bill McDermott die Zuversicht. Gewohnt selbstbewusst erklärte er: „SAP ist das am stärksten wachsende Unternehmen in der Cloud.“

          Im dritten Quartal sprangen die für das zukünftige Geschäft besonders wichtigen neuen Cloud-Buchungen währungsbereinigt um 37 Prozent in die Höhe. Der Umsatz kletterte währungsbereinigt um zehn Prozent auf 6,03 Milliarden Euro und lag damit über den Erwartungen von Analysten.

          SAP ist vergleichsweise spät ins Cloudgeschäft eingestiegen und investierte stark, um zur Konkurrenz aufzuschließen. Neben Zukäufen steckten die Walldorfer viel Geld in die Entwicklung neuer Software, Rechenzentren, die Umstellung auf abobasierte Dienste und in den Ausbau der Belegschaft.

          Offensive im Kundenmanagement

          Nun schlägt sich die Neuausrichtung immer stärker in den Zahlen nieder. Von Juli bis September lagen die Einnahmen aus Cloud-Abonnements 40 Prozent über den Softwarelizenzerlösen. Während im Lizenzgeschäft die Gebühren vorab fällig werden, zahlt der Kunden für Speicher- und Rechenleistungen sowie Programme aus der Datenwolke im flexiblen Abo. Damit verschieben sich allerdings die Gewinne auch nach hinten. Diesen Fakt bekam SAP nun zu spüren. Das Betriebsergebnis stieg um elf Prozent auf 1,742 Milliarden Euro und lag damit unter den Erwartungen von Analysten. Dies hänge mit dem höheren Cloudanteil zusammen, begründete Finanzchef Luka Mucic.

          Der bestbezahlte Chef eines Dax-Konzerns, McDermott, hängte die Messlatte für den Jahresverlauf hoch und versprach: „2018 wird das beste Jahr in der SAP-Geschichte.“ Der Umsatz soll demnach zwischen 25,2 und 25,5 Milliarden Euro liegen. Bisher waren 24,975 bis 25,3 Milliarden Euro in Aussicht gestellt worden. Auch beim Betriebsergebnis gibt sich McDermott zuversichtlicher und geht nun von einer Spanne zwischen 7,425 und 7,525 Milliarden Euro (zuvor 7,4 bis 7,5 Milliarden Euro) aus.

          SAP

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          Spätestens mit dem Kauf des amerikanischen Konzerns Callidus im Januar startete SAP seine neue Offensive im wettbewerbsstarken Geschäft fürs Kundenmanagement. Bisher ist dort der Cloud-Pionier Salesforce aus San Francisco laut den Marktforschern von IDC der unbestrittene Marktführer mit einem Anteil von einem Fünftel. SAP kommt demnach hinter Oracle auf den dritten Platz mit 6,5 Prozent. „Wir gewinnen im Vergleich zur Konkurrenz“, sagte McDermott über das im Juni gestartete neue Softwarepaket C/4HANA, das Anwendungen zur Kundenpflege – wie Marketing, Vertrieb und Kundenservice – zu einem Angebot bündelt. In diesem neuen Segment sei das Cloud-Geschäft um 200 Prozent gewachsen. Er nannte keine genaue Zahl.

          Im dritten Quartal schlug sich SAP besser als jüngst IBM. Der amerikanische Konzern kämpft weiter mit seiner Neuausrichtung auf Cloud- und Analysedienste, um die Abhängigkeit von Software- und Hardware-Verkäufen zu verringern. Von Juli bis September ging der Konzernumsatz zurück. Auch im Cloud-Geschäft kam IBM nur auf ein – verglichen mit der Konkurrenz – mageres Plus von zehn Prozent. Schwierigkeiten hatte zuletzt ebenfalls das Silicon-Valley-Urgestein Oracle, das seine Aktivitäten in der Cloud-Sparte gar nicht mehr aufdröselt und damit Analysten und Anleger massiv verunsicherte. 

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