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Wenig Handys verkauft : Samsung tritt auf der Stelle – Huawei legt zu

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Das Flaggschiff von Samsung, das Galaxy S8, hat sich relativ schlecht verkauft, ebenso wie der Nachfolger S9. Bild: Frank Röth

Der koreanische Hersteller hat im Frühjahr deutlich weniger Smartphones verkauft – nur eine andere Sparte konnte das Ergebnis retten. Besser läuft es beim chinesischen Konkurrenten.

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          Die Flaute auf dem Smartphone-Markt hat Samsung im Frühjahr einen Dämpfer versetzt. Der Betriebsgewinn legte nur noch um 5,7 Prozent auf 14,9 Billionen Won (umgerechnet 11,4 Milliarden Euro) zu, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte. Im Mobilfunkgeschäft ging das Ergebnis sogar um gut ein Drittel verglichen mit dem Vorjahr zurück.

          Grund seien niedrigere Verkäufe von Smartphones und Displays, die der Konzern auch für andere Handy-Hersteller produziert. Für die zweite Jahreshälfte sagte der Apple-Zulieferer und -Konkurrent zudem einen härteren Wettbewerb voraus, wenn neue Modelle auf den Markt kommen. Samsung werde "früher als geplant" sein neues Smartphone Galaxy Note 9 auf den Markt bringen, teilte der Konzern mit.

          Besser lief es dagegen im Chip-Geschäft: Hier schnellte der Gewinn um 45 Prozent nach oben. Samsung profitiert dabei vom starken Wachstum bei Kryptowährungen und der Datenspeicherung im Internet, welches die Nachfrage nach Speicherchips antreibt. Das Speicherchipgeschäft steuert mit Abstand den größten Teil zum Samsung-Gewinn bei.

          Der Umsatz sank von April bis Juni um vier Prozent auf 58,5 Billionen Won. Wie andere große Elektronikfirmen kämpft Samsung mit den Auswirkungen des Handelsstreits zwischen den Vereinigten Staaten und China. Dazu kommen rückläufige Preise für einige Speicherchips sowie die zunehmende Konkurrenz auf dem Smartphone-Markt durch günstigere Geräte aus China.

          SAMSUNG EL./25 GDRS NV PF

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          Der chinesische Technologiekonzern Huawei zum Beispiel hat dank florierender Geschäfte mit Smartphones im ersten Halbjahr Umsatz und Gewinn gesteigert. Die Erlöse legten um 15 Prozent auf 47,7 Milliarden Dollar (40,75 Milliarden Euro) zu. Die operative Rendite erreichte 14 Prozent nach elf Prozent vor Jahresfrist.

          Wettbewerber Apple legt ebenfalls am Dienstag Quartalszahlen vor. Der Börsenwert des Konzerns könnte die Marke von einer Billion Dollar erreichen, sollte der Kurs um rund sieben Prozent ansteigen.

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