https://www.faz.net/-gqe-9uymo

Brautringe und Kopfstützen : Wie der 3-D-Druck in die industrielle Fertigung einzog

  • -Aktualisiert am

Demonstrationsobjekte: Im 3D-Druck hergestellte Möbel auf einer Kongressmesse in Erfurt Bild: dpa

Der 3-D-Druck ist zwar schon Jahrzehnte alt, aber hat in den vergangenen zehn Jahren vor allem in der industriellen Fertigung ein neues Niveau erreicht.

          3 Min.

          Es war mitunter eine Menge Pathos dabei, als vor knapp zehn Jahren von den schier unendlichen Möglichkeiten des 3-D-Drucks die Rede war. Da wurde die Demokratisierung der Produktionsmittel ausgerufen und die aufregende Vision skizziert, dass jeder sein eigener Fabrikant sein kann – indem er zu Hause mit einem 3-D-Drucker herstellt, was gerade gefällt. Es könnten Kaffeetassen oder Smartphonehüllen gescannt, zum eigenen Drucker geschickt und in Heimarbeit produziert werden. Selbst ganze Autos oder Häuser könne mittels 3-D-Druck herstellen. Kann man auch – technisch betrachtet. Und doch hat sich die additive Fertigung, so die weniger plakative, aber treffendere Bezeichnung, in eine andere Richtung entwickelt.

          Uwe Marx
          Redakteur in der Wirtschaft.

          Der größte Fortschritt besteht darin, dass sie an der Schwelle zur industriellen Serienfertigung angekommen ist. Zwar steigt auch die Zahl relativ preiswerter privater 3-D-Drucker, aber wirtschaftlich relevanter ist ihr industrieller Einsatz. Speziell in der Automobilindustrie und in der Medizintechnik werden zahlreiche Produkte heute schon gedruckt, von Kleinteilen bis zu Zahnersatz oder Prothesen. Auch die Luft- und Raumfahrt gilt als überdurchschnittlich aktiv auf diesem Gebiet, denn hier schlagen zwei Vorteile des 3-D-Drucks besonders durch: das niedrigere Gewicht vieler aus Metallpulver hergestellter Teile und die geringeren Transportkosten. Die Branche geht davon aus, dass sich Astronauten im Weltraum Werkzeuge oder Ersatzteile künftig vor Ort selbst drucken.

          Testen Sie unser Angebot.
          Jetzt weiterlesen.
          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

            FAZ.NET komplett

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+
          Pfarrer Bernhard Elser in einem seiner Youtube-Videos

          Der Querprediger : Ein Pfarrer auf Abwegen

          Ein Pfarrer in Baden-Württemberg vergleicht die Pandemie-Politik mit der Judenverfolgung. Die Gemeinde ist gespalten. Doch die Kirchenleitung scheut sich einzugreifen – kann sie den Konflikt nicht einfach aussitzen?

          Neuer Mercedes SL : Renner, Roadster, Rentner

          Mit der achten Generation des SL kehrt Mercedes zum Stoffdach zurück und ersetzt den Doppelnamen Mercedes-Benz durch Mercedes-AMG. Die Tochter in Affalterbach baut auch den Wagen. Ein Plug-in-Hybrid ist in Vorbereitung.