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Pilotversuch : Roboterbusse für die Hafen-City

So sieht der Minibus in der Projektion aus. Bild: dpa

Fünf Meter lang, 16 Fahrgäste, bis zu 50 Stundenkilometer: Das sind die Eckdaten selbstfahrender Transporter, die schon bald auf Hamburgs Straßen unterwegs sein werden. Und irgendwann vielleicht private Pkw ersetzen.

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          Noch gibt es den kleinen Bus nur als grafische Simulation. Doch spätestens im Jahr 2021, wenn Hamburg zum Gastgeber des Weltkongresses für intelligente Verkehrssysteme wird, soll er Fahrgäste vollautomatisch durch die Hafen-City bringen. Hamburg Electric Autonomous Transportation (HEAT) nennt die Hansestadt das Projekt, das rund um den Erdball Maßstäbe setzen soll. Als eine der ersten Städte will sie autonome Kleinbusse im realen Straßenverkehr einsetzen.

          Christian Müßgens
          Wirtschaftskorrespondent in Hamburg.

          Gebaut wird der Bus von der Ingenieurgesellschaft Auto und Verkehr (IAV), an der der Volkswagen-Konzern beteiligt ist. Auch Siemens, das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt und das Forschungsinstitut IKEM gehören zu den Projektpartnern. Die Fäden laufen bei der Hamburger Hochbahn zusammen. Sie soll das Vorhaben leiten und die Roboterbusse in ihre zentrale Leitstelle einbinden. Für den Vorstandsvorsitzenden Henrik Falk ist das eine große Sache. „Autonom fahrende Fahrzeuge werden die Mobilität von morgen prägen“, sagte er am Freitag auf einer Pressekonferenz. Die Hochbahn wolle diese Technologie gezielt nutzen, um Angebote zu entwickeln, die „die private Pkw-Nutzung zumindest in den Innenstädten komplett überflüssig machen.“

          Insgesamt sind drei kleine Busse geplant; den ersten davon will IAV im Dezember vorstellen. Auf der Straße wird man die fünf Meter langen Modelle schon vom kommenden Jahr an sehen, allerdings zunächst nur im Probebetrieb, in dem eine Begleitperson an Bord ist. Später sollen die Busse autonom bis zu 16 Fahrgäste transportieren und eine Geschwindigkeit bis zu 50 Stundenkilometern erreichen. Navigieren sollen sie mit Hilfe von Kameras, Sensoren, Radar und digitaler Kommunikation. Auch in der Straße wollen die Projektpartner Sensoren einbauen, die den kleinen Mobilen die Navigation im Verkehr erleichtern.

          Nicht nur die technischen, sondern auch die rechtlichen Herausforderungen sind groß. Denn bislang gibt es noch keine genauen Regeln für komplett autonom fahrende Fahrzeuge im öffentlichen Raum, deren Technik alle Aufgaben des Fahrers übernimmt und die Verkehrsregeln einhalten muss. Auch in dieser Hinsicht werde das Projekt daher „Pionierarbeit“ leisten, hieß es am Freitag. Insgesamt soll das Vorhaben 5,2 Millionen Euro kosten. Ein Großteil davon wird als Fördermittel vom Bundesumweltministerium bereitgestellt.

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