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Ringen um Kurz-Video-App : Die Tiktok-Posse

  • -Aktualisiert am

Wird Tiktok von Amerikanern aufgekauft? Bild: Reuters

Irgendwie schafft es die Trump-Regierung, von Tag zu Tag mehr Unklarheit in das Ringen um Tiktok zu bringen. Was aber klar ist: Sie will ihre Muskeln spielen lassen.

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          Das Ringen um die Zukunft von Tiktok gerät zunehmend zur Posse. Die amerikanische Regierung um Präsident Donald Trump schafft es irgendwie, von Tag zu Tag mehr Unklarheit in die Angelegenheit zu bringen, anstatt sich einer Lösung zu nähern. Lange schien es auf einen Verkauf der Smartphone-App an den Softwarekonzern Microsoft hinauszulaufen, der dann aber auf einmal vom Tisch war, womöglich weil China mit neuen Exportrestriktionen eine Hürde für die Transaktion geschaffen hatte.

          Stattdessen steht nun ein Bündnis mit Oracle und möglichen anderen amerikanischen Investoren zur Diskussion, aber auch hier ändert sich die Ausgangslage ständig. Erst war von einer Minderheitsbeteiligung an Tiktok die Rede, nun doch wieder von einer Mehrheit.

          Und jetzt platzt auch noch das Wirtschaftsministerium in diese Verhandlungen mit der Ankündigung, Tiktok und darüber hinaus auch den Kurzmitteilungsdienst Wechat in den Vereinigten Staaten sperren zu wollen. Inwiefern das die Gespräche um Tiktok berührt und wie viel Verhandlungstaktik darin steckt, ist derzeit schwer zu beurteilen. Klar scheint nur, dass die amerikanische Regierung mit diesem Schritt ihre Muskeln spielen lassen will.

          Roland Lindner

          Wirtschaftskorrespondent in New York.

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