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Google-News-Chef im Gespräch : „Die Gefahr besteht, dass wir ein Zwei-Klassen-Internet schaffen“

Warnt vor weniger Nachrichten-Auswahl für europäische Kunden: Richard Gingras Bild: D-foto/Bernd Lammel

Europa regelt sein Urheberrecht neu. Teile sind hoch umstritten. Google-News-Chef Richard Gingras erklärt im Interview mit FAZ.NET, was ihn stört. Und wieso sein Dienst wertvoll ist.

          7 Min.

          Herr Gingras, die gerade vom EU-Parlament gebilligte neue Urheberrechts-Richtlinie enthält ein Element, um das deutsche Leistungsschutzrecht auf europäischer Ebene zu regeln. Google ist gegen diesen Artikel 11. Warum eigentlich?

          Alexander Armbruster

          Verantwortlicher Redakteur für Wirtschaft Online.

          Wir verstehen völlig, dass das Urheberrecht für das digitale Zeitalter angepasst werden muss. Gleichzeitig sind wir besorgt angesichts der aktuellen Ausgestaltung der Richtlinie. Wir sehen das Risiko unbeabsichtigter Folgen für die gesamte Nachrichtenbranche, welche durch die Richtlinie ja eigentlich geschützt werden soll.

          Woran denken Sie da konkret?

          Nicht beabsichtigte Folgeeffekte wären zum Beispiel eine Einschränkung der Nachrichtenquellen, die für europäische Nutzer online verfügbar sind, sowie eingeschränkte Möglichkeiten der Verlage, ein Publikum aufzubauen und ihre Angebote im Internet zu verbreiten über die Google-Suche und Google News.

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