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Ehemalige Managerin : Rekordvergleich nach Diskriminierungsvorwurf bei Pinterest

  • Aktualisiert am

Das Pinterest-Logo Bild: AFP

Eine ehemalige Managerin der Fotoplattform erhält 22,5 Millionen Dollar. Sie hatte das Unternehmen unter anderem wegen Geschlechterdiskriminierung und ungerechtfertigter Kündigung verklagt.

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          Die Fotoplattform Pinterest hat sich am Montag mit einer ehemaligen Managerin auf einen 22,5 Millionen Dollar (18,5 Million Euro) schweren Vergleich geeinigt. Dies bestätigte eine Sprecherin der Anwälte von Francoise Brougher. Brougher war als Chief Operating Officer bei Pinterest tätig und hatte im August das Unternehmen unter anderem wegen Geschlechterdiskriminierung und ungerechtfertigter Kündigung verklagt.

          Laut amerikanischen Medien handelt es sich um einen Rekord-Vergleich in einem Diskriminierungs-Rechtsstreit. 2,5 Millionen Dollar sollen laut der Anwaltssprecherin an gemeinnützige Organisationen gehen, die Frauen und unterrepräsentierte Gruppen in der Technologie-Industrie unterstützen.

          Pinterest versteht sich als eine Art visuelle Suchmaschine, in der Nutzer nach Ideen etwa für die Inneneinrichtung oder Urlaube suchen und Bilder zu ihren Interessen finden können. Zugleich können sie Fotos aus dem Netz als sogenannte Pins auf „Boards“ zu bestimmten Themen speichern.

          Brougher, die von März 2018 bis April diesen Jahres bei dem Unternehmen tätig war, hatte Pinterest öffentlich vorgeworfen, Frauen, auch in hochrangigen Positionen, zu marginalisieren und auszuschließen. Brougher habe laut eigenen Angaben den Umsatz verdoppelt, und die Zahl der Abonnenten verdreifacht. Dennoch sei ihr gekündigt worden, weil sie Diskriminierung, Frauenfeindlichkeit und eine toxische Arbeitsatmosphäre thematisiert habe. Obwohl 70 Prozent der Pinterest-Nutzer Frauen seien, habe die Meinung von weiblichen Managerinnen nur sehr wenig gezählt.

          In einem von der Sprecherin verteilten gemeinsamen Statement begrüßte Brougher die Veränderungen, die das Unternehmen eingeleitet habe. Sie fühle sich ermutigt, „dass sich Pinterest zum Aufbau einer Kultur verpflichtet hat, in der sich alle Angestellte einbezogen und unterstützt fühlen.“

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