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Umgang mit politischer Werbung : Facebook-Mitarbeiter begehren gegen Zuckerberg auf

Ein Blick in Facebooks „Election War Room“, in dem Mitarbeiter die Online-Wahlkämpfe im Blick behalten. Bild: EPA

Facebook will auch Lügen von Politikern zulassen. Dafür wurde das Unternehmen heftig kritisiert. Einige Mitarbeiter haben sich nun in einem offenen Brief gegen die Haltung gewehrt.

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          Der von Konzernchef Mark Zuckerberg ausgegebene Umgang mit politischen Anzeigen auf Facebook hat Proteste der Belegschaft ausgelöst. Auf einer internen Kommunikationsplattform steht seit zwei Wochen ein offener Brief, der Zuckerbergs Position als „Bedrohung dessen, wofür Facebook steht“, kritisiert. Unterschrieben wurde er von mehr als 250 Mitarbeitern, wie die „New York Times“ berichtet. „Wir widersprechen scharf dem ausgegebenen Umgang“, heißt es darin.

          Bastian Benrath
          Redakteur in der Wirtschaft.

          Der Facebook-Chef hatte in einer Rede vor zwei Wochen die Position formuliert, dass auch Anzeigen von Politikern als Meinungsäußerungen Teil des politischen Diskurses sind. Das gelte auch, wenn sie nachweislich falsche Behauptungen enthielten. „Wir prüfen politische Anzeigen nicht auf Fakten“, sagte Zuckerberg. „Als Prinzip glaube ich daran, dass in einer Demokratie die Menschen entscheiden sollten, was glaubwürdig ist, nicht Tech-Konzerne.“

          Viel Kritik an Facebook

          Die Aussagen hatten eine Kontroverse ausgelöst, weil Kritiker Zuckerberg vorwarfen, nur das Geschäft mit politischen Anzeigen mitnehmen zu wollen und sich ansonsten aus der Verantwortung zu stehlen. Facebook steht seit der mutmaßlich durch gesteuerte Falschmeldungen beeinflussten amerikanischen Präsidentenwahl 2016 in der Kritik, zu wenig gegen Missinformation zu tun.

          Die Anzahl der Unterzeichner des neuen Briefs entspricht nur einem Bruchteil von Facebooks mehr als 35.000 Menschen starker Belegschaft, doch der Brief ist ein seltenes Beispiel für internen Unmut, der nach außen dringt.

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