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Neues Kapital eingesammelt : „Pokémon Go“-Firma ist jetzt vier Milliarden Dollar wert

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In Zeiten des „Pokémon Go“-Hypes kam es immer wieder vor, dass sich wildfremde Menschen an Orten trafen – weil es dort Pokémon zu fangen gab. Bild: Reuters

Auf einmal saßen in allen Parks Menschen mit Smartphones, die virtuellen Monstern hinterherjagten: „Pokémon Go“ war ein Megahype. Auch weiterhin beschert das Spiel seinen Machern stabile Erlöse – was das Zutrauen von Investoren weckt.

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          Die Firma hinter dem Smartphone-Spiel „Pokémon Go“ ist in einer neuen Finanzierungsrunde mit insgesamt vier Milliarden Dollar bewertet worden. Das Unternehmen Niantic teilte am Mittwoch mit, das Unternehmen habe 245 Millionen Dollar für das weitere Wachstum erhalten. Die Finanzierungsrunde werde vom Kapitalgeber IVP angeführt. Damit schraubt sich die Bewertung des Unternehmens, das sich 2015 von Google abgespalten hatte, auf vier Milliarden Dollar hoch.

          Unter den Geldgebern ist auch der Elektronik-Riese Samsung, wie Niantic-Chef John Hanke in einem Interview des amerikanischen Fernsehsenders CNBC sagte. Mit Samsung wolle man daran arbeiten, Niantic-Spiele auf neue Geräte zu übertragen und sie an 5G anzupassen, den neuen, schnellen Standard für mobiles Internet. Sandy Miller, Partnerin des Hauptinvestors IVP sagte, es handele sich um die seltene Möglichkeit, in eine Firma zu investieren, die in einer solchen Phase bereits hochprofitabel sei.

          Fans zahlen weiterhin

          In „Pokémon Go“ können Spieler Pokémon – in Japan erfundene Fantasietiere, die schon in den Neunzigerjahren als Sammelkarten auf Schulhöfen die Runde machten – auf dem Smartphone-Bildschirm virtuell fangen. Die Figuren erscheinen dabei über die Augmented-Reality-Technologie (AR) so, als würden sie in der echten Welt existieren.

          Beim Start im Sommer 2016 wurde das Spiel zu einem weltweiten Phänomen und ist seitdem mehr als 800 Millionen Mal heruntergeladen worden. Der große Hype ebbte schnell ab, doch ein harter Kern von Spielern bringt Niantic stabile Erlöse ein, weil diese weiterhin virtuelle Artikel kaufen und dafür reales Geld bezahlen. In diesem Jahr soll ein neues ähnliches Spiel mit Figuren aus dem Harry-Potter-Universum starten.

          Niantic gehörte ursprünglich zu Google und wurde 2015 von dem Internet-Konzern abgespalten. Vor einem Jahr holte sich die Firma laut Medienberichten bereits rund 200 Millionen Dollar in einer Finanzierungsrunde. Damals soll die Gesamtbewertung noch bei nur rund einer Milliarde Dollar gelegen haben.

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