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Mit russischer Hilfe : Parler ist teilweise wieder online

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Ein Screenshot der Parler-Webseite vom 16. Januar Bild: Reuters

Das soziale Netzwerk gilt als Anlaufpunkt für Trump-Fans. Wegen gefährlicher Inhalte haben Amazon, Goolge und Apple es nach dem Sturm aufs Kapitol verbannt. Jetzt ist sie mit offenbar russischer Hilfe zumindest auf dem Desktop zurück.

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          Die bei Anhängern von Präsident Donald Trump beliebte Twitter-Alternative Parler ist mit russischer Hilfe teilweise wieder online. Am Montag war auf dem Netzwerk allerdings nur eine Botschaft des Unternehmenschefs John Matzke zu sehen, in der er erklärt, man arbeite an der Wiederherstellung der Funktionen der sozialen Plattform. In einem Interview mit dem amerikanischen Fernsehsender „Fox News“ am Sonntagabend hatte Matze gesagt, er sei zuversichtlich, dass die Anwendung Ende des Monats wieder voll einsatzfähig sein werde.

          Von Handys aus war die Seite weiter nicht erreichbar, die Rückkehr scheint bislang nur die Desktop-Version zu umfassen. Der Internet-Fachmann Ronald Guilmette sagte Reuters, die jetzt von Parler benutzten IP-Adressen gehörten der Firma DDos-Guard, die von zwei Russen geleitet werde. DDos-Guard hat in der Vergangenheit mit rassistischen Internet-Seiten zusammengearbeitet. Zudem hat das Unternehmen Seiten der russischen Regierung unterstützt. Weder Matzke noch DDos-Guard antworteten zunächst auf Reuters-Anfragen.

          DDos-Guard führe auf seiner Webseite zwar eine Adresse in Schottland unter dem Unternehmensnamen Cognitive Cloud LP auf, sagte Guilmette. Dieses Unternehmen gehöre allerdings zwei Russen aus Rostow am Don. Einer der beiden Männer hatte der Zeitung „Guardian“ vor kurzem gesagt, ihm seien nicht alle Inhalte bekannt, die über das Unternehmen verbreitet würden.

          Die Domain – also die Adresse „parler.com“ – wird seit Montag vergangener Woche vom amerikanischen Unternehmen Epik gehostet. Das geht aus den öffentlich zugänglichen Registrierungsdaten der Adresse hervor. Nach Medienberichten hat Epik schon einmal einer umstrittenen Webseite wieder auf die Füße geholfen: Das alternative soziale Netzwerk Gab geriet im Jahr 2018 in die Kritik, weil einer seiner Nutzer ein Attentat auf eine Synagoge in Pittsburgh ausgeübt und dabei elf Menschen getötet hatte. Die Seite wurde gesperrt, der damalige Hoster warf Gab aus seinem Dienst – ganz ähnlich, wie es jetzt mit Parler der Fall war.

          Mithilfe von Epik war sie kurze Zeit später wieder online. Am 11. Januar veröffentlichte Epik zwar eine Stellungnahme, in der das Unternehmen abstreitet, mit Parler bezüglich einer Wiederbelebung der Seite in Gesprächen zu stehen, doch das scheint das Unternehmen nicht daran gehindert zu haben, genau dies nun doch zu tun.

          Amazon, Google und Apple haben die Parler-App blockiert. Die Unternehmen führten an, dass die Plattform keine ausreichenden Regelungen zum Schutz vor gefährlichen Inhalten biete. Amazon nannte als Beispiel Beiträge wie „Nur ein toter Demokrat ist ein guter Demokrat. Kill’em all.“ Parler entgegnete, die meisten problematischen Beiträge seien entfernt worden. Beleidigungen – wie etwa gegen die ehemalige First Lady Michelle Obama – seien zwar hasserfüllt, aber durch die Verfassung geschützt. 

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