https://www.faz.net/-gqe-a7fhy

Twitter-Konkurrent Parler : Trumps Netzwerker

John Matze versucht, sich mit scharfen Vorwürfen gegen die amerikanischen Technologiegiganten zu wehren. Bild: Fox News/Youtube

John Matze wollte mit Parler eine Alternative zu Twitter schaffen – und fand Zulauf vom rechten politischen Rand. Jetzt muss er um die Existenz seines Unternehmens fürchten.

          4 Min.

          John Matze und Jack Dorsey werden wohl keine Freunde mehr. Dorsey, Mitgründer und Vorstandschef des Kurznachrichtendienstes Twitter, machte sich am Sonntag auf seiner Plattform darüber lustig, dass Parler, der von Matze geführte Twitter-Rivale, aus dem App Store von Apple entfernt wurde. Er twitterte ein Foto von der Hitliste der am meisten heruntergeladenen Apps, die noch bis zum Vortag von Parler angeführt worden war, nun aber von einem anderen Dienst. Das Bild kommentierte Dorsey mit einem roten Herzen. Matze fand das nicht zum Lachen: „Ja, wir waren die Nummer eins, bis der ‚Fake News‘-Wutmob von Twitter und eure wettbewerbsfeindlichen Freunde auf uns losgegangen sind“, schrieb er bitter auf Parler. „Wirklich putzig.“

          Roland Lindner

          Wirtschaftskorrespondent in New York.

          Es sind turbulente Tage für Matze, und Parler, bis vor einer Woche noch ein Senkrechtstarter unter den amerikanischen Online-Plattformen, muss auf einmal um seine Existenz kämpfen. Nach den Ausschreitungen in Washington findet sich der vor allem im rechten und ultrarechten politischen Spektrum beliebte Dienst in der Rolle eines Parias wieder.

          Testen Sie unsere Angebote.
          Jetzt weiterlesen

          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

            FAZ.NET komplett

          F.A.Z. PLUS:

            Sonntagszeitung plus

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+

          Fertigungsstrecke von Geely in der chinesischen 6-Millionen-Einwohner-Metropole Ningbo.

          Autos aus Fernost : Chinas Einheitsfront gegen VW und Tesla

          Wie von Peking gewünscht, knüpft Milliardär Li Shufu ein Netzwerk mit chinesischen Technologiegiganten, um das Auto der Zukunft zu bauen. Auch Daimler darf helfen beim Projekt Welteroberung.
          Die Maske als Modeaccessoire

          Maßnahmen gegen Corona : Das Problem mit dem Lockdown

          In Museen, Friseursalons oder Fußballstadien steckt sich kaum jemand mit Corona an. Trotzdem bleibt alles zu. Was haben die Ministerpräsidenten gegen gezielte Maßnahmen?