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Britischer Gründer : Storonsky machte Revolut zum teuersten Fintech Europas

Mehr als 10 Millionen Kunden sollen, nach Angaben von Revolut, die App auf ihrem Smartphone installiert haben. Bild: Reuters

Von null auf fünf Milliarden Dollar in nur fünf Jahren – Nikolay Storonsky hat mit der Digitalbank Revolut das teuerste Fintech Europas geschaffen. Jetzt muss sich der britisch-russische Gründer behaupten.

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          Er trägt gern zerrissene Jeans, manchmal eine Trainingsjacke im Flecktarnmuster. Das blonde Haar ist halblang. Nikolay Storonsky gibt sich betont cool. Der ehrgeizige 33 Jahre alte Jungunternehmer ist einer der Stars der Fintech-Szene. Als Börsenhändler hat er bei Lehman Brothers und Credit Suisse gearbeitet, den Absturz der Finanzkrise erlebt. „Ich war Händler, da habe ich gesehen, wie viel ich mit Gebühren verloren habe“, sagt der Russe mit britischem Pass. Auf Reisen schmerzten ihn die Umtauschkosten für Devisen. „Lächerliche Wechselkurse“ böten die traditionellen Banken. Das sollte sich ändern. Er wollte eine Digitalbank schaffen, die Kunden mit minimalen Gebühren eine Vielzahl von Währungen offeriert und Geldtransfers ermöglicht.

          Philip Plickert

          Wirtschaftskorrespondent mit Sitz in London.

          Zur Jahresmitte 2015 gründete Storonsky zusammen mit seinem Freund Vlad Yatsenko, einem ehemaligen IT-Entwickler von Credit Suisse und Deutscher Bank, Revolut. Mit 3,5 Millionen Dollar Startkapital fingen sie an. Nach fünf Jahren stürmischem Wachstum haben sie nach eigenen Angaben inzwischen mehr als 10 Millionen Kunden gewonnen, welche die Revolut-App auf ihr Smartphone geladen und eine Debitkarte erhalten haben. Jeden Tag kämen Zehntausende Neukunden hinzu. Zwar hört man auch Klagen, dass mit der App nicht alles so ganz rund läuft. Zeitweise gab es auch Ärger mit der Finanzaufsicht, mal wegen irreführender Werbung, mal wegen zu laxer Standards gegen Geldwäsche. Doch insgesamt läuft es gut. Vor allem auch für ihn persönlich.

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