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Vom 8. Februar an : Neue Whatsapp-AGB erlauben das Datenteilen mit Facebook

Facebook-Chef Mark Zuckerberg Bild: Reuters

Wenn Whatsapp seine Geschäftsbedingungen ändert, haben Nutzer keine andere Wahl als zuzustimmen, wenn sie den Messengerdienst weiter nutzen wollen. Nun kommt eine Regeländerung, die es in sich hat.

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          In den Bemühungen, seine verschiedenen Dienste stärker zu verknüpfen, hat das soziale Netzwerk Facebook eine Änderung der Nutzerrichtlinien angekündigt, die Datenschutzbedenken wecken könnte. Demnach müssen Nutzer des Kurzmitteilungsdienstes Whatsapp zustimmen, dass ihre Daten mit anderen Facebook-Angeboten geteilt werden.

          Roland Lindner
          Wirtschaftskorrespondent in New York.

          Dies war bisher nicht der Fall. In den vormaligen Whatsapp-Richtlinien hatte es geheißen: „Wenn du ein bestehender Nutzer bist, kannst du wählen, deine Whatsapp Account-Informationen nicht mit Facebook zu teilen.“ Diese Option fällt nun aber offenbar weg. Whatsapp-Nutzer bekamen jetzt eine Benachrichtigung, wonach die neuen Regeln vom 8. Februar an gelten sollen. Wer den Dienst danach weiter nutzen will, muss die Richtlinien akzeptieren.

          Auf seiner Internetseite hat Whatsapp konkretisiert, welche Informationen geteilt werden sollen. Darunter sind Daten zur Kontoregistrierung wie Telefonnummern, Transaktionsdaten, IP-Adressen oder „Informationen darüber, wie du mit anderen (einschließlich anderen Unternehmen) interagierst“. Das Teilen von Daten ist eine von mehreren Neuerungen in den geänderten Richtlinien. Ein Whatsapp-Sprecher weist allerdings darauf hin, dass für europäische Nutzer andere Regeln gelten. Hier würden keine Nutzerdaten zu Werbezwecken mit Facebook geteilt.

          Klage zielt auf Zerschlagung von Facebook

          Facebook-Vorstandsvorsitzender Mark Zuckerberg hat es zum Ziel erklärt, die Plattformen seines Konzerns stärker zu integrieren. Dies geschieht in einer Zeit, in der Facebook wegen seiner Marktposition und seinen Geschäftspraktiken zunehmend ins Visier von Politikern und Regulierungsbehörden gerät. Vor wenigen Wochen reichte die amerikanische Kartellbehörde FTC eine Kartellklage gegen Facebook ein. Sie will den Konzern unter anderem dazu zwingen, sich von zugekauften Diensten wie Instagram und Whatsapp zu trennen. Eine stärkere Verknüpfung der Dienste, wie sie nun auch in den neuen Whatsapp-Richtlinien zum Ausdruck kommt, könnte dies erschweren.

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          Indes hat der Online-Riese die „Gefällt mir“-Schaltfläche auf bestimmten Seiten seines sozialen Netzwerkes entfernt. Auf öffentlichen Facebook-Seiten von Künstlern, anderen Unternehmen oder Prominenten wird der Button mit dem Daumen-hoch-Symbol nicht mehr angezeigt, wie Facebook in einem Blog-Post mitteilte. „Um den Nutzern die Interaktion mit ihren Lieblingsseiten einfacher zu machen, haben wir die Likes entfernt und konzentrieren uns auf die Follower", erklärte Facebook.

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