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Neue Strategie : Verlorener Datenschatz

Die Digital-Staatsministerin Dorothee Bär stellt die Datenstrategie der Bundesregierung vor. Bild: Jens Gyarmaty

Die Macht der Daten muss man nicht fürchten, man sollte sie nutzen. Für die Datenstrategie der Bundesregierung ist es deshalb höchste Zeit.

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          Die Macht der Daten muss man nicht fürchten, man sollte sie nutzen. Von dieser Erkenntnis lässt sich die Bundesregierung nun bei ihrer neuen Datenstrategie leiten, und das ist auch richtig so. Berichte über Datenlecks und Hackerangriffe lenken zu oft davon ab, dass Schätzungen zufolge noch immer rund 90 Prozent aller Daten keine Verwendung finden, obwohl sie etwa die Verkehrsplanung oder die Krebsforschung vorantreiben könnten.

          Die Bundesregierung will jetzt dafür sorgen, dass staatliche Stellen und private Unternehmen ihren wertvollen Datenschatz teilen, um Produkte und Dienstleistungen besser zu machen. Technische Innovation, allen voran Künstliche Intelligenz, funktioniert nur über die Analyse und Verwertung von Daten. Dass es für eine solche Selbstverständlichkeit einer Strategie bedarf, mag manchen verwundern; China und Amerika sind schon lange emsig damit beschäftigt, Daten in greifbare Wettbewerbsvorteile umzuwandeln.

          Es ist höchste Zeit, dass Deutschland auch in diese Richtung denkt: Schließlich geht es um anonymisierte Daten, die keinen Schaden anrichten, sondern im Gegenteil viel Nutzen stiften können.

          Corinna Budras
          Wirtschaftskorrespondentin in Berlin.

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