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5,7 Milliarden Euro teuer : Neue Chipfabrik entsteht in Frankreich

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Eine Mitarbeiterin im Dresdener Global Foundries-Werk mit einem Test-Wafer (Bild aus 2018) Bild: dpa

Das US-Unternehmen Global Foundries und der französisch-italienische Konzern ST Microelectronics wollen im Südosten Frankreichs eine Chipfabrik bauen. Auch hier greift der Staat unter die Arme.

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          Die Halbleiterhersteller Global Foundries aus den USA und ST Microelectronics, ein französisch-italienischer Konzern, haben den Bau einer Chipfabrik in Grenoble im Südosten Frankreichs angekündigt. Die Investition belaufe sich auf rund 5,7 Milliarden Euro, teilten die beiden Unternehmen und die französische Regierung am Montag mit. Rund 1000 neue Arbeitsplätze würden entstehen.

          Am Standort Crolles fertigt ST Microelectronics schon Halbleiter. Die neue Fabrik soll den Unternehmensangaben zufolge Chips vor allem für Automobilhersteller, die Industrie, das Internet der Dinge und Kommunikationsnetze produzieren. Global Foundries und ST Microelectronics erhalten „umfangreiche staatliche Förderung“.

          Das neue Werk werde in „bedeutendem Umfang“ zu den Zielen des Chips Act der Europäischen Union beitragen, erklärten die Unternehmen weiter. Die EU-Kommission hatte den Chips Act Anfang Februar beschlossen: Sie will die Herstellung von Halbleitern in der EU ankurbeln und dafür rund 43 Milliarden Euro aus öffentlichen und privaten Mitteln mobilisieren. Ziel ist, bis 2030 ein Fünftel der globalen Halbleiterproduktion in Europa anzusiedeln.

          Mitte März hatte der US-Halbleiterkonzern Intel den Bau von zwei Chipfabriken in Magdeburg angekündigt. Investiert werden sollen 17 Milliarden Euro.

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