https://www.faz.net/-gqe-9kl5g

Wegen Huawei? : Netzagentur erhöht die 5G-Sicherheitsstandards

  • Aktualisiert am

Schließt Jochen Homann, Präsident der Bundesnetzagentur, Huawei aus? Bild: dpa

Die Netzagentur will nur noch „vertrauenswürdige Lieferanten“ zulassen, die Bestimmungen „zweifelsfrei“ einhalten. Die Regierung kündigt schärfere Gesetze an. Dabei wird Huawei nicht explizit genannt.

          1 Min.

          Die Bundesnetzagentur hat zusätzliche Sicherheitsanforderungen für Telekommunikationsnetze und -dienste gestellt, die auch für das zukünftige 5G-Netz gelten sollen. „Systeme dürfen nur von vertrauenswürdigen Lieferanten bezogen werden, die nationale Sicherheitsbestimmungen sowie Bestimmungen zum Fernmeldegeheimnis und zum Datenschutz zweifelsfrei einhalten“, teilte die Behörde am Donnerstag in einer Erklärung mit.

          Zu den weiteren Eckpunkten gehört, dass kritische Kernkomponenten nur von vertrauenswürdigen Lieferanten und Herstellern bezogen werden dürfen. Zudem sollen „Monokulturen“ durch Einsatz von Netz- und Systemkomponenten unterschiedlicher Hersteller vermieden werden.

          Einer Erklärung des Innenministeriums zufolge ist zudem eine Änderung des Telekommunikationsgesetzes geplant. „Dabei soll eindeutig geregelt werden, dass die Betreiber die Einhaltung des Sicherheitskatalogs nachzuweisen haben. Auch Zertifizierungspflichten sollen auf gesetzlicher Ebene verankert werden.“ In der Bundesregierung war bislang umstritten, ob das Gesetz geändert werden sollte.

          Der Veröffentlichung war eine Debatte über den Umgang mit dem chinesischen Ausrüster Huawei beim Aufbau des 5G-Netzes vorausgegangen. Der Name des Unternehmens findet sich nicht in der Presserklärung der Netzagentur. Westliche Geheimdienste vermuten, Ausrüstung oder Handys könnten für chinesische Spione eine Hintertür sein. Insbesondere die amerikanische Regierung warnt vor einem Einsatz von Huawei-Produkten. Das Unternehmen weist die Vorwürfe zurück. Beweise für Spionage oder Verstöße gegen Landesgesetze liegen nicht vor.

          Weitere Themen

          Land der Verdränger

          FAZ Plus Artikel: Wahlkampf : Land der Verdränger

          Politik und Wähler leugnen kollektiv die Fakten. Ändert sich nichts daran, hat das immense Kosten für uns alle. Das gilt für Extremwetterereignisse – aber auch für die Rentenpolitik.

          Topmeldungen

          Ein Bild, das um die Welt ging: Wassermassen bahnen sich am 16. Juli ihren Weg durch den Erftstädter Stadtteil Blessem.

          Flutopfer in Erftstadt : Bangen an der Abbruchkante

          In Blessem sind die Bewohner nach der Flutkatastrophe noch immer mit Aufräumarbeiten beschäftigt. Viele stehen vor dem Nichts und fürchten: Was ist, wenn man uns Flutopfer vergisst?
          Kristina Timanowskaja am Sonntag am Flughafen mit einem Polizisten

          Kidnapping bei Olympia? : Der Fall der Belarussin Kristina Timanowskaja

          Kristina Timanowskaja soll plötzlich aus Tokio abreisen. Liegt es an Kritik der Sportlerin aus Belarus? Das IOC fordert eine Erklärung für den Vorfall, den Timanowskaja als Kidnapping bezeichnet.
          Die Altersstruktur der Bevölkerung hat starke Auswirkungen auf das Rentensystem.

          Wahlkampf : Land der Verdränger

          Politik und Wähler leugnen kollektiv die Fakten. Ändert sich nichts daran, hat das immense Kosten für uns alle. Das gilt für Extremwetterereignisse – aber auch für die Rentenpolitik.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.