https://www.faz.net/-gqe-a1ept

Netzagenturchef Homann : „Kein Grund für einen Vorab-Ausschluss von Huawei“

Im 5G-Netz hat der chinesische Konzern Huawei bislang eine starke Stellung. Insbesondere den Vereinigten Staaten ist das ein Dorn im Auge. Bild: Reuters

Netzagenturchef Homann spricht im Interview darüber, wie und wann die Funklöcher in Deutschland geschlossen werden sollen – und ob seine Behörde Bedenken gegen den chinesischen Hersteller Huawei hat.

          5 Min.

          Herr Homann, die Telekom-Unternehmen setzen auf den neuen Mobilfunkstandard 5G, aber viele Kunden schimpfen immer noch über Funklöcher im LTE-Bestandsnetz. Hat die Bundesnetzagentur nicht genügend Druck gemacht?

          Helmut Bünder

          Wirtschaftskorrespondent in Düsseldorf.

          Zunächst einmal: In der Corona-Krise zeigt sich, dass die deutschen Telekommunikationsnetze viel besser sind als es viele erwartet haben. Aber es stimmt, im Mobilfunk muss nachgearbeitet werden. Die Auflagen aus der Frequenzauktion von 2015 sind immer noch nicht vollständig erfüllt.

          Warum zieht sich das alles solange hin?

          Ich finde unser Tempo ganz ordentlich. Die Unternehmen hatten Zeit bis Ende 2019, die Versorgungsauflagen zu erfüllen. Erst dann konnten wir eine Bestandsaufnahme machen. Soweit die Ziele nicht erreicht wurden, haben wir eine Nachfrist bis Ende dieses Jahres eingeräumt. Aktuell haben wir ja gerade Telefonica ein Zwangsgeld angedroht, weil ein gesetztes Zwischenziel verfehlt wurde.

          Testen Sie unsere Angebote.
          Jetzt weiterlesen

          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

            FAZ.NET komplett

          F.A.Z. PLUS:

            im F.A.Z. Digitalpaket

          : Aktion

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+

          Festival lädt Lisa Eckhart aus : „Wir weichen der Gewalt“

          Die Kabarettistin Lisa Eckhart sollte in Hamburg an einem Literaturwettbewerb teilnehmen. Weil der „Schwarze Block“ der Antifa aufmarschieren will, wird sie ausgeladen. Das ist ein Menetekel.
          Franziska Giffey (SPD)

          F.A.Z. exklusiv : Giffey wurde rechtswidrig bevorzugt

          Die Bundesfamilienministerin hätte für den Verstoß von Zitierregeln keine „Rüge“ durch die Freie Universität bekommen dürfen. Dafür fehlt es an einer Rechtsgrundlage, schreibt der Wissenschaftliche Parlamentsdienst des Berliner Abgeordnetenhauses.