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Streamingdienst auf Sparkurs : Netflix entlässt 300 Mitarbeiter

  • Aktualisiert am

Schon im vergangenen Monat hatte Netflix 150 Stellen gestrichen. Bild: Reuters

De Zeiten den steilen Wachstums bei Netflix sind vorbei. Die Inflation und die Konkurrenz durch andere Anbieter machen dem Streamingdienst zu schaffen. Jetzt müssen wieder Mitarbeiter gehen.

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          Der US-Streamingpionier Netflix setzt seinen Sparkurs fort und entlässt 300 Mitarbeiter. Das entspreche rund vier Prozent der Belegschaft, teilte Netflix am Donnerstagabend mit. Der Konzern begründete den Schritt damit, die Kosten in Einklang mit dem schwächelnden Umsatzwachstum bringen zu müssen. Die meisten Betroffenen arbeiten in den USA. Es ist bereits die zweite Entlassungswelle. Erst vergangenen Monat hatte Netflix 150 Stellen gestrichen.

          „Während wir weiterhin erheblich in unser Geschäft investieren, haben wir diese Anpassungen vorgenommen, damit unsere Kosten im Einklang mit unserem langsameren Umsatzwachstum wachsen“, sagte ein Netflix-Sprecher in einer E-Mail. „Wir sind sehr dankbar für alles, was sie für Netflix getan haben, und wir arbeiten hart daran, sie durch diesen schwierigen Übergang zu unterstützen.“

          Der weltgrößte Streaminganbieter kämpft mit der hohen Inflation, Wirtschaftsabkühlung und scharfen Konkurrenz unter anderen durch Disney, Apple und Amazon. Im ersten Quartal sind sogar die Nutzerzahlen um 200.000 Abonennten zurückgegangen. Netflix ist nun dabei, seinen Betrieb umzustellen. Die Schwierigkeiten haben den Aktienkurs des Unternehmens in den Keller gedrückt und die Moral der Mitarbeiter beeinträchtigt.

          Zusätzlich zu den Entlassungen im Mai entließ Netflix im April auch einige Leiharbeiter und Redakteure seiner Tudum-Website – als Teil einer Kürzung seines Marketingbudgets.
          Die Abonnentenprobleme von Netflix sind zum Teil auf eine Preiserhöhung im Januar zurückzuführen.

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