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Nach Eurosport-Aus : Bundesliga einigt sich mit DAZN

Ein Kameramann steht während eines Fußballspiels vor einer leeren Tribüne. Bild: dpa

Der Streamingdienst DAZN überträgt alle Spiele am Freitag und Montag in dieser Saison sowie die Relegation. Auch mit Amazon soll es bald eine Einigung geben. Doch für die DFL könnte es aufgrund eines Streits mit Eurosport teuer werden.

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          Einen Tag vor dem Anpfiff der nächsten Bundesligapartie im Hauptstadtderby zwischen Hertha BSC und Union Berlin hat sich die Deutsche Fußball Liga (DFL) mit dem Streamingdienst DAZN über eine Liveübertragung aller Spiele am Freitag und Montag, vereinzelt auch sonntags, für den Rest der Saison geeinigt. Dazu gehören auch die Begegnungen beider Relegationen. Das bestätigte die DFL.

          Michael Ashelm

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Es wird damit gerechnet, dass kurzfristig eine solche Regelung ebenso mit Amazon Prime gefunden wird. „Wir freuen uns darauf, allen Fußballfans die Bundesliga weiterhin live zu zeigen. Bei der Vorbereitung und Durchführung unserer Übertragungen bleiben die Gesundheit und Sicherheit aller Beteiligten unsere oberste Priorität“, sagte der Deutschlandchef von DAZN, Thomas de Buhr.

          Die Verhandlungen waren nötig geworden, nachdem der eigentliche Lizenznehmer für dieses Rechtepaket, der Sender Eurosport, seinen Vertrag mit der DFL außerordentlich gekündigt hatte. DAZN als Sublizenznehmer und Amazon Prime als Vertriebspartner von Eurosport hingen seither in der Luft.

          Beide Streamingdienste zeigten nach Vereinbarungen mit Eurosport die Freitags- und Montagsspiele live. Eurosport soll jedes Jahr für das Rechtepaket rund 80 Millionen Euro an die DFL gezahlt haben. Beim Ableger des amerikanischen Discovery-Konzerns war das Interesse an der Bundesliga allerdings zwischenzeitlich erlahmt.

          Angeblich ermöglicht eine Pandemieklausel im Vertrag mit der DFL den vorzeitigen Abschied aus dem noch bis Ende nächster Saison laufenden Vertrag. Doch darüber wird gestritten.

          Auf Anfrage teilten weder Liga noch Eurosport mit, was nach der neuen Übereinkunft mit DAZN mit dem ursprünglichen Vertrag geschieht. Wenn sich die Sichtweise von Eurosport juristisch durchsetzen würde, könnte das die Liga viele Millionen Euro kosten. Für den Streit ist eine Schiedsgerichtsentscheidung vorgesehen.

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