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BMW, GM, Renault : Autohersteller entwickeln Blockchain Mobi für Fahrzeuge

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Wie eine Kette aus vielen einzelnen, aber individuellen Teilen ist auch eine Blockchain aufgebaut. Bild: Shutterstock

Mit der 2009 eingeführten Kryptowährung Bitcoin war die Blockchain geboren. Kritiker streiten sich über den Nutzen dieser Technologie. Doch könnte sie bisher ungeahnte Anwendungsbereiche finden – zum Beispiel in der Autoindustrie.

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          Unter dem Namen „Mobility Open Blockchain Initiaitve“ (Mobi) haben einige der weltweit größten Autohersteller ein Konsortium gegründet, das in Zukunft die vielversprechende Blockchain-Technologie in Fahrzeugen etablieren will. Angeführt von internationalen Unternehmen der Automobilbranche wie BMW, General Motors und Renault soll dem Fahrzeugbesitzer dadurch mehr Sicherheit und Kontrolle über die Daten gegeben werden, die im Fahrzeug von ihm aufgezeichnet werden.

          Blockchain beschreibt die Aneinanderreihung mehrerer Datenblöcke, die voneinander abhängig sind. Um einen neuen Datenblock anzufügen, werden die Informationen der vorangegangenen Datensätze benötigt. Somit ist die Entwicklung der Blockchain immer nachvollziehbar und dennoch über die Rechner und Server aller Beteiligten verteilt. Diese Dezentralität macht es Hackern sehr schwer in die geschlossene Datensatz-Kette einzugreifen.

          In der Automobilbranche könnte diese Technologie in naher Zukunft viele Vorteile schaffen. Nicht nur, dass der Fahrzeugbesitzer in einem transparenten System aktiv entscheiden und nachverfolgen kann, was mit seinen aufgezeichneten Daten passiert. Auch könnten autonome Fahrzeuge eigenständig Zahlungen leisten – zum Beispiel für Park- und Mautgebühren, Carsharing-Dienste oder auf digitalen Marktplätzen für Fahrdaten.

          Speicheranforderungen und Energieverbrauch zu hoch

          Mobi ist nicht das erst Blockchain-Projekt in der Mobilitätsbranche. Auch der Automobilzulieferer ZF aus Friedrichshafen arbeitet mit der schweizerischen Bank UBS und dem amerikanischen IT-Unternehmen IBM zusammen, um eine Kryptogeldbörse für Fahrzeuge zu realisieren. Weitere Projekte dieser Art sind in der Entwicklung.

          Kritiker bemängeln bei Blockchain-Systemen zu hohe Anforderungen an die Rechenleistung und den Speicherplatz sowie einen hohen Energieverbrauch. Die Herstellung beziehungsweise Berechnung der ältesten Kryptowährung „Bitcoin“ basiert auf der Blockchain-Technologie und benötigt schon jetzt in Island mehr Energie als alle Haushalte auf der Insel zusammen.

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