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Ministerium plant Ermittlungen : Google droht neues Kartellverfahren in Amerika

  • Aktualisiert am

Google droht in Amerika ein neues Kartellverfahren. Bild: AFP

Nach den Bußgeldern in Europa plant nun offenbar auch das amerikanische Justizministerium neue Ermittlungen gegen Google. Dabei soll es vor allem um das Suchmaschinen-Geschäft des Unternehmens gehen.

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          Google droht in Amerika ein neues Kartellverfahren. Das Justizministerium bereite Ermittlungen gegen den Digitalkonzern vor, heißt es in einem Bericht des „Wall Street Journal“. Die Zeitung beruft sich auf Quellen, die mit dem Vorgang vertraut seien, nennt diese jedoch nicht namentlich. In der Untersuchung werde es vor allem um die Google-Suche gehen, aber auch andere Geschäftsfelder des Unternehmens wolle sich das Justizministerium anschauen. Google hat auf die Berichte zunächst nicht reagiert.

          Zunächst habe sich das Ministerium mit der „Federal Trade Commission“ (FTC), der amerikanischen Kartellbehörde, darauf geeinigt, dass das Justizministerium die Untersuchung federführend leite. Die beiden Institutionen teilen sich die Zuständigkeit für Kartell-Untersuchungen. Die Kartell-Abteilung des Ministeriums bereitet dem Bericht zufolge nun die Untersuchung vor.

          Wettbewerbshüter in Europa und Amerika haben in den vergangenen Jahren immer wieder gegen Google ermittelt. Schon 2011 hatte die amerikanische Kartellbehörde eine Untersuchung gegen Google begonnen. Dabei ging es der Nachrichtenseite „The Verge“ zufolge um die Plazierung von Cookies in Apples Safari-Browser. Google habe ein Bußgeld von 22,5 Millionen Dollar zahlen müssen. Später habe die FTC weitere Ermittlungen aufgenommen, diese aber im Jahr 2013 wieder eingestellt, ohne Maßnahmen gegen den Digitalkonzern zu ergreifen. Google hatte damals einige freiwillige Änderungen vorgenommen.

          Auch in der EU ist Google bereits mehrfach ins Visier der Wettbewerbshüter geraten. Im März verhängte die EU-Kommission ein Bußgeld von 1,49 Milliarden Euro, weil das Unternehmen nach Ansicht der Wettbewerbshüter seine marktbeherrschende Stellung bei Online-Werbung missbrauchte und Konkurrenten behinderte. Im Juli 2018 hatte die EU-Kommission den Internetriesen bereits mit einer Rekordbuße in Höhe von 4,34 Milliarden Euro wegen seiner Praktiken bei Googles Handy- und Tablet-Betriebssystem Android belegt.

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