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Microsoft-Suchmaschine : Bing schlug Kinderpornographie vor

  • Aktualisiert am

Microsoft gibt sich zerknirscht über die Berichterstattung. Bild: AP

Microsofts Suchmaschine geht nicht ausreichend gegen Kinderpornographie vor, heißt es in einem Medienbericht. Microsoft gibt sich zerknirscht.

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          Es spricht dafür, dass das Thema ziemlich unangenehm und heikel ist, wenn ein Text seine Leser warnt, „suche nicht auf Bing oder anderswo nach den Begriffen, die in diesem Artikel besprochen werden, weil Du Dich strafbar machen könntest.“ Genau das ist aber die Warnung, die der Internetdienst Techcrunch seinen Lesern gibt, bevor es detailliert beschreibt, wie durch die Microsoft-Suchmaschine Bing Kinderpornographie verbreitet wird.

          Zum einen würde Bing viele strafbare Inhalte anzeigen, wenn Nutzer nach kinderpornographischen Stichwörtern suchten. Dazu zählen Begriffe wie „Porn Kids“, „Nude Family Kids“ oder „Porn CP“. CP steht für Child Pornography, „nude“ heißt nackt.

          Zum anderen würde Bing Nutzer aber auch dazu verleiten, nach kinderpornographischen Inhalten zu suchen. Wer den Begriff „Omegle Kids“ eingebe, um nach einer Videochat-App zu suchen, erhalte den Vorschlag, stattdessen nach „Omegle Kids Girls 13“ zu suchen. Als Ergebnis dieser Suche wird kinderpornogaphisches Material angezeigt, berichtet Techcrunch.

          Wenn ein Nutzer dann eines dieser kriminellen Bilder angeklickt habe, seien ihm weitere vorgeschlagen worden. Durchgeführt wurde die Untersuchung von der israelischen Organisation Anti-Toxin, die sich gegen „Online-Gift“ und für den Schutz von Kindern vor Mobbing und Missbrauch einsetzt, wie Techcrunch weiter schreibt.

          Microsoft gelobt Besserung

          Das Magazin wandte sich mit den Ergebnissen an Microsoft. Microsoft bedankte sich in einem Statement für die Untersuchung und zeigte sich zerknirscht: „Diese Resultate sind eindeutig unter unseren Standards und Maßnahmen“, sagte Jordi Ribas, Vizepräsident von Microsoft und zuständig für Bing.

          Das Unternehmen habe sofort gehandelt, um die Inhalte zu entfernen und ähnliche Vergehen zukünftig zu verhindern. Ein Team von Ingenieuren und Programmierern habe das Problem behoben und arbeite daran, ähnliche Ergebnisse zu blockieren. Anti-Toxin gibt jedoch an, immer noch illegale Inhalte auffinden zu können.

          Kurz vor Weihnachten hatte die Financial Times berichtet, dass es auf Whatsapp viele Gruppen gebe, in denen kinderpornographische Inhalte geteilt werden. Es sei erstaunlich einfach gewesen, die Gruppen zu finden, in denen völlig offen strafbare Inhalte verschickt und angefordert wurden.

          Dabei helfe die Verschlüsselung den Straftätern, da sie es dem Facebook-Konzern, dem Whatsapp gehört, nicht möglich mache, die Inhalte automatisch zu überprüfen. Die Unternehmen haben inzwischen Maßnahmen ergriffen, um die Gruppen zu blockieren. Google und Facebook haben einige entsprechende Apps von ihren Plattformen entfernt.

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