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Gute Geschäftszahlen : An Microsoft wächst alles, was mit der Cloud zu tun hat

Das Logo von Microsoft an der Deutschlandzentrale in München Bild: dpa

Microsoft kennt man als Windows-Vater und Office-Schöpfer. Doch der Konzern hat früh genug auf Clouddienste gesetzt, um jetzt profitieren zu können. Für ein anderes Geschäftsfeld sieht es hingegen nicht so gut aus.

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          Getrieben von einem erfolgreichen Cloud-Geschäft, gerade für Geschäftskunden, hat Microsoft im vergangenen Quartal Umsatz und Gewinn gesteigert. Der Umsatz wuchs um 14 Prozent auf 33 Milliarden Dollar im Vergleich zum Vorjahresquartal, der Nettogewinn sogar um 21 Prozent auf knapp 11 Milliarden. „Das Quartal war ein starker Start ins Geschäftsjahr“, sagte Finanzchefin Amy Hood am Mittwoch amerikanischer Zeit zur Vorlage der Zahlen. „Unsere Clouddienste für Geschäftskunden brachten uns 11,6 Milliarden Dollar Umsatz, ein Wachstum um 36 Prozent.“ Microsoft hat ein verschobenes Geschäftsjahr, dessen erstes Quartal von Juli bis September lief.

          Bastian Benrath

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Das stärkste Wachstum nach Sparten verzeichneten die intelligenten Clouddienste, unter die Microsoft seine Plattform Azure fasst, die mit Amazon Web Services (AWS) und Google Cloud konkurriert. Zudem sind auch Microsofts Servergeschäft und andere Dienstleistungen Teil der Sparte. Sie wuchs um 27 Prozent, Azure allein sogar um 59 Prozent. Das war etwas langsamer als in den Vorquartalen, allerdings schneller als AWS von Marktführer Amazon wächst. Dessen Umsatz steig zuletzt um 37 Prozent.

          Gute Zahlen – außer im Hardwaregeschäft

          Die anderen beiden Sparten von Microsoft kamen auf weniger Wachstum, entwickelten sich aber ebenso positiv. Das Bürosoftware-Geschäft, in das unter anderem Microsofts Office 365 fällt, wuchs um 11 Prozent. Neben Office zählt mit einem Wachstum von 25 Prozent auch das Berufsnetzwerk Linkedin zu den Zugpferden des Bereichs. Microsoft hatte Linkedin vor drei Jahren für mehr als 26 Milliarden Dollar übernommen, es war einer der größten Zukäufe in der Unternehmensgeschichte.

          Die dritte Sparte, in der das Geschäft mit dem Betriebssystem Windows und das mit Hardware für Endverbraucher zusammengefasst sind, kam nur auf ein vergleichsweise geringes Wachstum von 4 Prozent. Auch in diesem Bereich waren Clouddienste das Zugpferd, in diesem Fall diejenigen, die technisch zu Windows gehören. Der Umsatz mit der Spielkonsole X-Box stagnierte hingegen, der mit den Tabletcomputern der „Surface“-Reihe ging sogar um 4 Prozent zurück.

          Das Geschäft mit Windowsprodukten für Unternehmen wuchs um 26 Prozent. Microsoft lässt die Unterstützung des betagten, aber bis zuletzt noch in vielen Unternehmen und Haushalten genutzten Betriebssystems Windows 7 Anfang kommenden Jahres auslaufen. Deswegen steigen die Kunden verstärkt auf das neuere Windows 10 um. Das ist oft auch mit dem Austausch von Geräten verbunden. Der Umsatz mit dem Verkauf von Windows auf neuen Computern wuchs um 9 Prozent. Dabei stand einem Zuwachs von 19 Prozent im Unternehmensgeschäft ein Rückgang von 7 Prozent bei Endverbraucher-PCs gegenüber.

          Microsoft Corp

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          Die Aktionäre hatten die Zahlen offenbar schon eingepreist. Die Aktie notierte im nachbörslichen Handel kaum verändert. Seit Jahresanfang haben die Microsoft-Titel um 35 Prozent zugelegt, gestern gingen sie bei 137,24 Dollar aus dem Handel.

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