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Software-Riese : Deutlicher Gewinnsprung bei Microsoft befriedigt Anleger nicht

  • Aktualisiert am

Das Microsoft-Logo an einem Gebäude in Kalifornien Bild: Reuters

Glänzende Quartalszahlen von Microsoft konnten die hohen Ansprüche der Aktionäre nicht erfüllen. Das Cloud-Geschäft schwächelt – aber auf hohem Niveau.

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          Der Software-Riese Microsoft hat zum Jahresende prächtig verdient. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, als die Steuerreform in den Vereinigten Staaten Microsoft einen Verlust von mehr als sechs Milliarden Dollar einbrockte, lief es unter dem Strich wieder deutlich besser. Anleger reagieren dennoch skeptisch.

          Im zweiten Geschäftsquartal (bis Ende Dezember) legte der operative Gewinn im Jahresvergleich um 18 Prozent auf 10,3 Milliarden Dollar (9,0 Mrd Euro) zu, wie Microsoft am Mittwoch nach Börsenschluss in Amerika am Konzernsitz in Redmond (Bundesstaat Washington) mitteilte. Der Umsatz stieg um gut zwölf Prozent auf 32,5 Milliarden Dollar.

          Allerdings hat sich das Wachstum im für Microsoft immer wichtiger werdenden Cloud-Geschäft verlangsamt. Im abgelaufenen Quartal zu Ende Dezember lag das Plus bei 76 Prozent. Im Vorjahreszeitraum hatte es noch zu 98 Prozent gereicht. Der vor allem für sein Betriebssystem „Windows“ bekannte amerikanische Konzern baut seit vielen Quartalen sein Cloud-Geschäft aus und profitiert dabei davon, dass immer mehr Unternehmen darauf verzichten, eigene teure Rechenzentren zu betreiben. Stattdessen nehmen sie lieber die Dienste von Cloud-Plattformen in Anspruch, die ihnen auf externen Servern Speicherplatz sowie Anwendungen zur Verfügung stellen. Mit „Azure“ ist Microsoft zur Nummer zwei im Markt hinter „AWS“ von Amazon aufgestiegen. Der Drittplatzierte ist bisher Google.

          Microsoft Corp

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          In den letzten Jahren hat sich Microsoft immer breiter aufgestellt. Zum Portfolio gehören auch Surface-Tablets, Xbox-Spielekonsolen sowie die Suchmaschine Bing. Im Juni gab der Konzern den 7,5 Milliarden Dollar schweren Kauf der weltgrößten Softwareentwickler-Plattform Github bekannt. Es war der größte Zukauf seit der 26 Milliarden Dollar schweren Übernahme des Karrierenetzwerks LinkedIn. Vor allem Letztere zahlt sich aus. Der Umsatz von LinkedIn kletterte im abgelaufenen Vierteljahr um 29 Prozent.

          Trotz der starken Zuwächse fiel die Marktreaktion zunächst negativ aus, die Aktie drehte nachbörslich deutlich ins Minus. 

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