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Neues Batteriewerk in Amerika : Mercedes zeigt Flagge auf Teslas Heimatmarkt

Markus Schäfer, künftiger Forschungsvorstand von Daimler Bild: Daimler AG

Tesla ist den deutschen Autoherstellern enteilt, was Elektroautos anbetrifft. Doch mit seiner neuen Elektro-Baureihe EQ will Daimler den Abstand verringern – auch in Amerika.

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          Daimler schickt sich an, dem Elektro-Pionier Tesla den Kampf anzusagen, und zwar auch auf dessen Heimatmarkt. „Wir wollen Vorreiter bei der Entwicklung der Elektromobilität sein und sind hervorragend aufgestellt, um diese Mission zu erfüllen“, sagte Mercedes-Bereichsvorstand Markus Schäfer in Tuscaloosa im amerikanischen Bundesstaat Alabama.

          Susanne Preuß
          Wirtschaftskorrespondentin in Stuttgart.

          Der designierte Daimler-Vorstand, der vom künftigen Konzernchef Ola Källenius die Verantwortung für Forschung und Entwicklung übernimmt, hat am Freitag mit einem symbolischen Spatenstich den Startpunkt für den Bau einer Batteriemontage gesetzt. Die Fabrik entsteht in elf Kilometer Entfernung von dem Mercedes-Werk von Tuscaloosa. Vor einem Jahr hatte Daimler anlässlich der 20-jährigen Gründung des Standorts Investitionen von einer Milliarde Dollar angekündigt, größtenteils für die Produktion von elektrischen Geländewagen und den Bau der Batteriefabrik.

          Anfang der nächsten Dekade soll die Batteriemontage fertig sein, auf ein genaueres Datum will sich der Konzern noch nicht öffentlich festlegen. Das gleiche gilt für Details zu den Modellen der neuen Elektro-Marke EQ, die dann in Tuscaloosa vom Band laufen werden.

          Mit 600 zusätzlichen Arbeitsplätzen rechnet Daimler durch die Milliarden-Investition. Seit Mitte der 1990er Jahre hat der Stuttgarter Konzern in Alabama mehr als sechs Milliarden Dollar investiert. Mittlerweile zählt das Werk 3700 Beschäftigte, weitere 10.000 Arbeitsplätze bei Lieferanten und Dienstleistern in der Region sind davon abhängig.

          Mit solchen Daten über die Präsenz in Amerika ist Daimler besonders freigiebig, seit unter der Präsidentschaft von Donald Trump vielfach Stimmung gegen ausländische Unternehmen gemacht wird. Er wolle keinen Mercedes mehr auf der Fifth Avenue mehr sehen, sagte Trump einmal. Dabei will Mercedes nicht nur Tesla und General Motors – mit dem erschwinglicheren Chevrolet Bolt – auf dem Feld der Elektromobilität angreifen.

          Im Kerngeschäft sind die Schwaben schon eine Nummer: Weil zwei Drittel der Autos aus Tuscaloosa in fast alle Welt gehen, ist Mercedes der zweitgrößte Auto-Exporteur der Vereinigten Staaten. Allein in den ersten acht Monaten des Jahres wurden 540.000 Geländewagen aus  dem Werk  Tuscaloosa ausgeliefert, mehr als je zuvor. Von Alabamas Gouverneurin Kay Ivey bekommt Daimler demonstrativ Rückhalt: „So wie Mercedes geholfen hat, unseren Staat an die Spitze der Automobilproduktion zu bringen, wird Alabama helfen, Mercedes an die Spitze der Elektromobilität zu bringen“, sagte die republikanische Politikerin.

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