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Zahlungsabwickler Wirecard : „Was wir heute machen, bringt in zehn Jahren kein Geld mehr“

Die Zukunft im Blick: Wirecard-Chef Markus Braun Bild: Bloomberg

Markus Braun will dem Zahlungsabwickler Wirecard eine andere Gestalt geben. Er setzt auf die Macht von Daten, um neue Geschäfte aufzubauen. Und scheut dabei keine Vergleiche mit Google.

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          Markus Braun hält Apple Pay für eine hübsche Sache. Der Dienst des amerikanischen Elektronikkonzerns erlaubt es, im Supermarkt und in anderen Geschäften mit dem Smartphone zu bezahlen. Apple hat dieser Art des Bezahlens nach Einschätzung Brauns auch in Deutschland einen Schub gegeben, und er profitiert davon. Denn der von ihm geführte Zahlungsabwickler Wirecard aus Aschheim bei München liefert Technologie, die Händlern den Einsatz von Apple Pay ermöglicht. Und doch sieht Braun Apples Angebot nur als einen „Mosaikstein“ auf dem Weg in die Zukunft des Bezahlens.

          Roland Lindner

          Wirtschaftskorrespondent in New York.

          Richtig begeistern kann er sich im Gespräch mit der F.A.Z. in New York, wenn er über Bezahllösungen spricht, bei denen es nicht einmal mehr notwendig ist, an einer Kasse ein Smartphone an ein Lesegerät zu halten. Zum Beispiel einen Ansatz, wie ihn Wirecard im Rahmen einer jetzt verkündeten Allianz mit dem französischen Unternehmen SES-Imagotag verfolgen will.

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