https://www.faz.net/-gqe-98h56

Datenskandal bei Facebook : Zuckerberg entschuldigt sich in britischer Presse

  • Aktualisiert am

Facebook schaltete in mehreren britischen Zeitungen ganzseitige Anzeigen. Bild: AFP

Der Druck auf Facebook wächst, seit die Affäre im Zusammenhang mit der britischen Analysefirma Cambridge Analytica publik wurde. Zuckerberg gelobt Besserung.

          1 Min.

          Facebook-Chef Mark Zuckerberg hat in der britischen Presse um Entschuldigung für die Datenaffäre rund um sein Unternehmen gebeten. Das weltgrößte soziale Netzwerk schaltete an diesem Sonntag in mehreren Zeitungen ganzseitige Anzeigen. Darin wiederholte Zuckerberg sein Eingeständnis, dass es einen Vertrauensbruch gegeben habe. „Wir haben die Verantwortung, Ihre Daten zu schützen“, schrieb der 33 Jahre alte Unternehmensführer. Er bedauere, dass sein Konzern nicht mehr dafür getan habe. Die Anzeige erschien auch im „Observer“, dessen Berichterstattung über den Skandal zu massiven Kursverlusten der Facebook-Aktie geführt hatte.

          Seit Bekanntwerden des Skandals hat der Konzern mehr als 50 Milliarden Dollar Börsenwert verloren. Zuckerberg hatte sich schon vergangene Woche in amerikanischen Fernsehinterviews entschuldigt. Der Druck auf den Datenkonzern wächst, seit die Affäre vor einer Woche publik wurde. Unternehmen wie die Commerzbank stornierten Werbe-Anzeigen auf Facebook, andere Konzerne wie der Elektroauto-Bauer Tesla legten ihre Seiten bei dem Netzwerk still. Im Internet kursierten Boykottaufrufe.

          Facebook

          -- -- (--)
          • 1T
          • 1W
          • 3M
          • 1J
          • 3J
          • 5J
          Zur Detailansicht

          Im Datenskandal ging es darum, dass persönliche Daten von rund 50 Millionen Facebook-Nutzern von der britischen Analysefirma Cambridge Analytica mutmaßlich auf unlautere Weise eingesetzt worden waren, um den amerikanischen Präsidenten Donald Trump im Wahlkampf zu unterstützen. Am Freitag durchsuchten Ermittler der britischen Datenschutzbehörde ICO die Büros von Cambridge Analytica.

          Zuckerberg hatte zuvor zugegeben, sein Unternehmen habe Fehler begangen. In den Zeitungsanzeigen in Großbritannien appellierte er an die Nutzer: „Vielen Dank, dass Sie an diese Gemeinschaft glauben. Ich verspreche Ihnen Besserung.“

          Weitere Themen

          Manipulierte Wähler weltweit

          Cambridge Analytica : Manipulierte Wähler weltweit

          Gehackte Demokratie? Eine ehemalige Mitarbeiterin der Datenanalysefirma Cambridge Analytica hat Dokumente veröffentlicht, die belegen sollen, dass das Unternehmen weltweit im großen Stil Wahlen beeinflusst hat.

          DAX hat Rekordhoch im Blick Video-Seite öffnen

          Chance auf neues Allzeithoch : DAX hat Rekordhoch im Blick

          Die Chancen stehen gut, dass der Dax in Kürze ein neues Allzeithoch erklimmen wird. Börsianer bezweifeln, dass der deutsche Leitindex seine bisherige Bestmarke von 13.596,89 Zählern bereits zu Beginn der Woche überspringen wird.

          Topmeldungen

          Demonstranten in Lausanne, einige Tage bevor sich die Wirtschafts- und Politikelite in Davos trifft. Nicht nur die Klimapolitik steht im Fokus der Protestler – auch der Kapitalismus.

          „Trust-Barometer“ : Deutsche zweifeln am Kapitalismus

          Nur noch jeder achte Deutsche glaubt, dass er von einer wachsenden Wirtschaft profitiert. Viele blicken pessimistisch in die Zukunft. Mehr als die Hälfte ist der Meinung, dass der Kapitalismus in seiner jetzigen Form mehr schadet als hilft.
          Die Weichen werden gerade neu gestellt, es geht raus aus der Kohleförderung.

          „Soziale Wendepunkte“ : Wenn der Klimaschutz ansteckend wird

          Irgendwann kippt das gesellschaftliche Klima, dann kann es doch noch klappen mit dem Stopp der Erderwärmung. Eine Illusion? Forscher haben sechs „soziale Wendepunkte“ ausgemacht, die allesamt bereits aktiviert sind – und ein Umsteuern einläuten könnten.

          F.A.Z. Podcast für Deutschland : Die neue deutsche Rolle im Libyen-Konflikt

          Kann es wirklich Frieden geben in Libyen? Der politische Herausgeber Berthold Kohler und Nahost-Korrespondent Christoph Ehrhardt sprechen darüber mit Moderator Andreas Krobok. Außerdem: Wikipedia-Gründer Jimmy Wales über Fakenews und Sportwissenschaftler Professor Daniel Memmert über immer jüngere Fußballstars.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.