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Android-Geräte betroffen : Malware befällt 25 Millionen Mobiltelefone

Das Wort „Virus“ ist auf einem Computerbildschirm in Berlin zu sehen. Bild: dpa

Malware „Agent Smith“ tarnt sich als Spiel- oder Fotoprogramm und infiziert dann unbemerkt die Apps auf dem Smartphone. Android-Nutzer sollten sich vor der neuen Bedrohung in Acht nehmen.

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          Ein neuer Typ Schadsoftware befällt Android-Smartphones auf der ganzen Welt. Die „Agent Smith“ genannte Software hat nach Angaben des israelischen Cybersicherheitsunternehmens Check Point, dessen Fachleute sie entdeckt haben, bislang rund 25 Millionen Geräte infiziert. Der Schwerpunkt der Verbreitung liegt in Indien, aber auch die angrenzenden Länder, Indonesien und die Vereinigten Staaten sind betroffen. Unter den stärker betroffenen europäischen Ländern sind Großbritannien und Ungarn.

          Bastian Benrath
          Redakteur in der Wirtschaft.

          Die Schadsoftware ist in harmlos wirkenden Apps, etwa Spielen oder Fotoprogrammen versteckt, die sich Nutzer aus einem App-Store herunterladen. Einmal installiert, lädt die Köder-App unbemerkt im Hintergrund die Schadsoftware herunter, welche dann andere Apps auf dem Handy befällt. Sie ist darauf programmiert, unerwünschte Werbung anzuzeigen. Die Fachleute von Check Point warnen aber, dass sie leicht auch dazu benutzt werden könne, Kreditkartendaten zu stehlen oder die Handynutzer zu belauschen.

          Die meisten der Köder-Apps wurden über den App-Store „9Apps“ verteilt. Die Entdecker von „Agent Smith“ haben Google, den Entwickler des Android-Betriebssystems, über die Schadsoftware informiert, sodass im offiziellen Google-Play-Store nach Angaben des Unternehmens keine infizierten Apps mehr vorhanden sind. Check Point empfiehlt, zum Schutz vor Angriffen wie diesem Apps nur aus vertrauenswürdigen App-Stores herunterzuladen.

          Die Fachleute konnten den Urheber der Schadsoftware eigenen Angaben zufolge ermitteln, nannten ihn jedoch nicht namentlich. Es hieß lediglich, man habe „Agent Smith“ zu einem chinesischen Internetunternehmen in der Stadt Guangzhou, in der Nähe von Hongkong, zurückverfolgen können.

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