
Facebooks Fehlleistung
- -Aktualisiert am
Facebook-Gründer Marc Zuckerberg Bild: AP
Auf ein Mediengesetz in Australien reagiert der Konzern mit Erpressung. Das wird Facebook schaden.
Die Zahl ehemaliger Politiker, die Gehaltsempfänger von Facebook geworden sind, um Lobbyarbeit für den Internetkonzern zu betreiben, ist beeindruckend. Die Lobbyausgaben Facebooks allein in Europa sind in den vergangenen Jahren exorbitant gestiegen. Und doch: Facebook ist und bleibt Facebook. Das Unternehmen ist durch seine vom Gründer Mark Zuckerberg angelegte Kultur traditionell unsensibel im Umgang mit der Öffentlichkeit, verheerende Kurzschlussentscheidungen inklusive.
Das jüngste Beispiel kommt aus Australien. Die dortige Wettbewerbsbehörde hat untersucht, welchen Einfluss die Technologieunternehmen auf die australische Wirtschaft und besonders auf die Medienbranche haben. Das Ergebnis: Das Machtgefälle zwischen den Akteuren ist riesig. Australien will nun, dass Google und Co. für die Nutzung von Inhalten klassischer Medienunternehmen zahlen. Vor allem Facebook gefiel das überhaupt nicht – und blockierte die Seiten der australischen Medien.
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