https://www.faz.net/-gqe-9ehft

Auszeit : Linux-Erfinder will seine Wutausbrüche in den Griff kriegen

  • Aktualisiert am

Es sei für ihn schon sein Leben lang schwierig, Emotionen anderer zu deuten, sagt Linus Torvalds. Bild: Getty

Linus Torvalds nimmt eine Auszeit. Es sei für ihn schon sein Leben lang schwierig, Emotionen anderer zu deuten, schreibt er – und möchte das ändern.

          1 Min.

          Linus Torvalds, der für seinen schroffen Umgangston berüchtigte Erfinder des freien Betriebssystems Linux, nimmt eine Auszeit, um an sich und seinem Charakter zu arbeiten. Er sehe ein, dass seine leichtfertigen Attacken in E-Mails unprofessionell gewesen seien, „besonders wenn ich es habe persönlich werden lassen“, schrieb Torvalds in den Notizen zur aktuellen Linux-Version. Er entschuldige sich bei allen, die sein Verhalten verletzt habe – und möglicherweise auch von der Arbeit an Linux abgeschreckt.

          Torvalds ist seit den neunziger Jahren der führende Entwickler des Linux Kernel, der Basis des offenen Betriebssystems. Der Linux Kernel liegt unter anderem auch dem von Google entwickelten und auf der Welt führenden mobilen Betriebssystem Android zugrunde. Linux ist außerdem das führende Betriebssystem von vernetzten Computern im Internet (Server). Auf klassischen PCs spielt Linux dagegen eine geringe Rolle.

          Torvalds betonte, seine Attacken erschienen ihm im Tagesgeschäft angemessen angesichts des Ziels, neue Linux-Versionen fertig zu bekommen. Es sei für ihn schon sein Leben lang schwierig, Emotionen anderer zu deuten. Jetzt erkenne er aber, dass sich in der Gemeinschaft der Linux-Entwickler viel Unzufriedenheit über sein Verhalten angesammelt habe.

          Um Missverständnisse zu vermeiden, teilte er zugleich mit, dass er nicht müde oder durch seine Arbeit überlastet sei. „Das hier ist nicht eine Form von „Ich bin ausgebrannt, I muss einfach weggehen“-Pause.“ Er fühle sich nicht danach, aufzuhören, an Linux zu arbeiten. „Das Gegenteil ist der Fall.“

          Weitere Themen

          Schweiz buhlt um Deutsche

          Tourismus : Schweiz buhlt um Deutsche

          Den Eidgenossen fehlen die ausländischen Gäste, vielen Hotels droht der Konkurs. Nun wollen sie bei deutschen Touristen punkten – mit praktischen und geldwerten Angeboten.

           Lufthansa fliegt aus dem Dax Video-Seite öffnen

          Kursabsturz in Corona-Krise : Lufthansa fliegt aus dem Dax

          Die Corona-Krise hat dem Flugunternehmen schwer zugesetzt. Nun ist die Lufthansa aus dem Kreis der 30 deutschen Aktien Index gerutscht. Mit der Deutschen Wohnen schafft es erstmals seit 14 Jahren wieder ein Unternehmen aus der Hauptstadt in den Dax.

          Topmeldungen

          Tourismus : Schweiz buhlt um Deutsche

          Den Eidgenossen fehlen die ausländischen Gäste, vielen Hotels droht der Konkurs. Nun wollen sie bei deutschen Touristen punkten – mit praktischen und geldwerten Angeboten.
          Gut gelaunt mit amerikanischen Soldaten am Truppenstützpunkt Ramstein: Amerikas Präsident Donald Trump im Jahr 2018.

          Trumps Abzugspläne : Ein weiterer Tiefschlag

          Sollten Tausende amerikanische Soldaten Deutschland verlassen, würde das vor allem dem Pentagon selbst zu schaffen machen. Für das transatlantische Verhältnis aber verheißt es nichts Gutes.
          Nicht nur Gnabry (links) und Goretzka trafen für den FC Bayern in Leverkusen.

          4:2 in Leverkusen : Der FC Bayern ist eine Klasse für sich

          Die Münchner meistern die wohl größte Hürde, die auf dem Weg zum Titel noch zu nehmen war, mit dem klaren Sieg in Leverkusen souverän. Die fußballerische Perfektion erinnert an die besten Phasen unter Pep Guardiola.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.