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Künstliche Intelligenz : Wie moralisch ist die Maschine?

Maschine und Mensch kommen sich immer näher. Die gesellschaftlichen Fragen, die dadurch aufgeworfen werden, müssen schnell beantwortet werden. Bild: Shutterstock

Wenn Computer immer klüger werden, sollten sie dann bald Menschenrechte bekommen? Wir brauchen schnell Antworten auf die großen Fragen. Ein Laborbesuch im britischen Cambridge.

          6 Min.

          Da hat sich die Menschheit eine große Aufgabe vorgenommen: Der Mensch hat sein eigenes Denken und seine eigene Intelligenz noch nicht mal ansatzweise verstanden – und trotzdem will er jetzt Maschinen entwickeln, die schlauer sind als er selbst. Damit umgehen kann er freilich noch lange nicht. Nicht mal, wenn es um relativ einfache Dinge geht wie das selbstfahrende Auto: Was tun, wenn ein Unfall droht, das Auto noch ausweichen kann – aber dafür einen Fußgänger überfahren müsste? Wie soll das Auto trainiert werden? Die Menschheit hat darauf noch keine gute Antwort, da warten schon die nächsten Fragen.

          Patrick Bernau
          Verantwortlicher Redakteur für Wirtschaft und „Wert“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Wie sorgt man dafür, dass Maschinen nach den richtigen Werten entscheiden– und nicht zwangsläufig nach denen, die ihnen die Menschen manchmal vorgeben? Was wären überhaupt die richtigen Werte? Blicken wir nach Florida: Wenn dort ein Richter entscheidet, ob Gefangene auf Bewährung entlassen werden, dann hilft ihm ein Computer. Der analysiert 137 Datenpunkte der Gefangenen, zum Beispiel, ob ihre Eltern straffällig geworden sind und ob sie selbst sich in der Schule geprügelt haben. Dann rechnet er eine Zahl aus – und die soll dem Richter helfen zu ermitteln, wie groß die Rückfallgefahr des Häftlings ist.

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