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Kryptogeld-Werbung : Hohe Strafen für Boxer Mayweather und DJ Khaled

  • Aktualisiert am

K.O. außerhalb des Rings: Floyd Mayweather (hier Mitte November in Los Angeles) muss eine hohe Strafe zahlen. Bild: AFP

Der Krypto-Boom wird durch Prominente stark befeuert. Doch hinter vielen Coins steckt Betrug. Amerikas Behörden haben sich einen Box-Star und einen Rap-Produzenten vorgeknöpft.

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          Die amerikanische Börsenaufsicht SEC hat erstmals Prominente wegen unlauterer bezahlter Werbung für dubiose Geschäfte mit Kryptowährungen bestraft. Der Profiboxer Floyd Mayweather und der Hip-Hop-Star DJ Khaled akzeptierten im Rahmen eines Vergleichs Bußgelder in Höhe von 300.000 beziehungsweise 100.000 Dollar, wie die Behörde am Donnerstag (Ortszeit) in Washington mitteilte.

          Zudem zahlen Mayweather und Khaled laut SEC weitere 300.000 beziehungsweise 50.000 Dollar, diese Beträge sollen ihnen Promo-Aktionen für Krypto-Coins eingebracht haben. Die beiden bewarben laut der Behörde über ihre Social-Media-Kanäle „Initial Coin Offerings“ (ICOs), ohne offenzulegen, dass sie dafür bezahlt wurden.

          ICOs sind sogenannte digitale Börsengänge. Start-ups können damit bei Investoren Geld für Projekte einsammeln, indem sie Kryptowährungen (Coins) ausgeben und diese versteigern. Diese weitgehend unregulierte Art der Mittelaufnahme ist jedoch schon länger höchst umstritten und wurde laut amerikanischen Aufsehern in vielen Fällen zum Betrug genutzt.

          Wertpapierbetrug

          Auch beim sogenannten Centra ICO, den Mayweather und Khaled angepriesen hatten, ging es der SEC nach nicht mit rechten Dingen zu. Die Behörde hatte die drei Köpfe hinter dem Projekt bereits im April wegen Wertpapierbetrugs verklagt. Sie sollen mit falschen Versprechen 32 Millionen Dollar am Kapitalmarkt ergaunert haben.

          „Anleger sollten skeptisch sein bei Investmentratschlägen, die auf Social-Media-Plattformen gepostet werden, und keine Entscheidungen auf Basis von Empfehlungen von Prominenten treffen“, warnte Co-Direktor Steven Peikin von der SEC. „Social Media Influencer“ seien oft bezahlte Promoter, keine Finanzprofis.

          Befeuert vom Rummel um Bitcoins – dem bekanntesten Spekulationsobjekt unter den Kryptowährungen – war der Markt für digitales Geld 2017 heißgelaufen und auch ICOs lagen stark im Trend. Mittlerweile ist der Hype vorbei und viele Anleger, die zu spät einstiegen, haben heftige Verluste erlitten. Der Bitcoin-Preis ist seit Ende 2017 von einem Rekordhoch bei rund 20.000 auf zuletzt unter 4000 Dollar gefallen.

          ICOs gelten an den Finanzmärkten mittlerweile als verpönt. Die meisten der zahlreichen kleinen Digitalwährungen fristen neben den bekannteren Schwergewichten wie Bitcoin, Ether oder XRP ein noch kümmerlicheres Dasein. Viele von ihnen werden sogar in der Szene selbst inzwischen verächtlich als „Shitcoins“ bezeichnet.

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