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Krieg gegen die Ukraine : Russlands Cyberwaffen

Blick in das Innenleben eines Computers Bild: dpa

Moskau hat nicht nur die Ukraine im Fadenkreuz. Es sorgt mit seinem digitalen Waffenarsenal seit eineinhalb Jahrzehnten für heftige Konflikte – und zielt damit auf die ganze Welt.

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          Die Ukraine wird nicht nur von den Panzern Russlands überrollt. Auch auf die IT-Infrastruktur des Landes gibt es vonseiten Moskaus heftige Attacken, und zwar seit Wochen. Die Schwere der Cyberangriffe auf die Computer, Datenspeicher und technischen Systeme von Banken, Energie- und Wasserversorgern, Ministerien und Organisationen des Landes hatte Ende vergangenen Jahres rasch zugenommen. Mitte Januar fand sie einen vorläufigen Höhepunkt. Nun eskalieren sie. Dabei sind IT-Spezialisten auf die neue Variante einer fatalen Softwarewaffe gestoßen – und die könnte weit über die Ukraine hinaus ihre Kreise ziehen: Hermetic-Wiper. Es kann alle Daten auf der Festplatte eines Computers löschen.

          Bastian Benrath
          Redakteur in der Wirtschaft.
          Stephan Finsterbusch
          Redakteur in der Wirtschaft.
          Thiemo Heeg
          Redakteur in der Wirtschaft.

          Das Schadprogramm hatten vor sechs Wochen die Ingenieure von Microsoft in den IT-Strukturen ukrainischer Organisationen entdeckt. Seitdem sind Spezialisten auf der ganzen Welt in Alarmbereitschaft. Denn die Malware ist sehr aggressiv und sehr effizient. Die möglichen Schäden für das globale IT-System sind nicht absehbar. Hermetic-Wiper sei quasi eine digitale Präzisionswaffe, sagt Lavi Lazarovitz, Analyst des Datenspezialisten Cyber-Ark. Mit ihr lasse sich quasi jedes Netzwerk angreifen und ausschalten. „Die Software ist zwar klein, doch ihr Schadenspotential riesig.“

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