https://www.faz.net/-gqe-9vcar

Kooperation mit Amazon : Die Bundesliga geht in die Cloud

Wer gewinnt? Achraf Hakimi von Dortmund (links) und Kingsley Coman vom FC Bayern München kämpfen im vergangenen November um den Ball. Bild: dpa

Während des Spiels angezeigt bekommen, ob die Torchance voraussichtlich zum Erfolg führt? Mit einer neuen Technologiepartnerschaft zwischen der Bundesliga und dem Tech-Riesen Amazon soll das schon bald Wirklichkeit werden.

          1 Min.

          Bundesliga-Fans bekommen bald während eines Spiels detaillierte Informationen darüber, wer das Spiel gerade kontrolliert und wann voraussichtlich das nächste Tor fallen wird. Dazu wird die Cloudsparte von Amazon, Amazon Web Services (AWS), offizieller Technologieanbieter der Deutschen Fußball-Liga (DFL). Ziel sei es, Zuschauern während einer Liveübertragung tiefere Einblicke zu liefern und ihnen zudem ein personalisiertes Erlebnis zu bieten. Das teilten AWS und DFL am Montag mit.

          Bastian Benrath
          Redakteur in der Wirtschaft.

          Herzstück der neuen Partnerschaft soll demnach eine cloudbasierte Statistikplattform sein, in welche in Echtzeit Daten aus den Spielen einlaufen und die wiederum mit Daten aus der Vergangenheit abgeglichen werden. Damit könne die Bundesliga während der Begegnungen vorhersagen, wann wahrscheinlich ein Tor erzielt wird und welche Situationen potentielle Torchancen bieten, hieß es. Zudem könne sie zeigen, wie sich die Mannschaften auf dem Spielfeld positionieren und wer das Spiel kontrolliert. Als Grundlage dienten Livedaten sowie historische Informationen von mehr als 10.000 Bundesligaspielen.

          Die Datenverarbeitung erfolge mithilfe Künstlicher Intelligenz und maschinellem Lernen, hieß es weiter. Zudem soll ein cloudbasiertes Videoarchiv aufgebaut werden, das die Höhepunkte aus Spielen automatisiert speichert. Der zur Zeit händische Prozess der Suche und Verschlagwortung soll wegfallen.

          Andreas Heyden, Chef der DFL-Digital- und Contenttochtergesellschaft DFL Digital Sports, und Klaus Bürg, zuständiger Landeschef von AWS, betonten im Gespräch mit der F.A.Z., dass die Partnerschaft langfristig angelegt sei und man weitere zusätzliche Dienste für Fans zusammen erforschen wolle. Heyden sagte, dass insbesondere das Interesse im Ausland an Bundesliga-Spielen stark gewachsen sei.

          Weitere Themen

          Investorengeld für E-Rad-Hersteller Cowboy

          Fahrradbranche : Investorengeld für E-Rad-Hersteller Cowboy

          Noch mehr frisches Geld für die Fahrradbranche: Der belgische E-Rad-Hersteller Cowboy hat nach Informationen der F.A.Z. von Investoren 80 Millionen Dollar im Zuge einer Finanzierungsrunde eingesammelt.

          Topmeldungen

          Eine Intensivpflegerin versorgt auf der Intensivstation im Krankenhaus in Braunschweig einen an Covid-19 erkrankten Patienten.

          Coronapolitik und Experten : Wenn die Willkür viral geht

          Eine Infektion mit dem Omikron-Virus verläuft öfter milde. Dennoch erweist sich die neue Welle für die Politik und ihre Ratgeber zunehmend als Gift. Gibt es eine Deutungshoheit um die beste Strategie?
          Wirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne)

          Jahreswirtschaftsbericht : Weniger Wachstum, mehr Grün

          Wirtschaftsminister Robert Habeck muss die Konjunkturprognose coronabedingt deutlich senken. Zugleich will er stärker andere Indikatoren in den Blick nehmen. In der Opposition kommt das nur mäßig gut an.