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Lügen auf Facebook : Unbequeme Wahrheitssuche

Facebook-Chef Mark Zuckerberg während seiner Rede zu Meinungsfreiheit im Netz an der Georgetown-Universität Bild: AFP

Auch auf Facebook können Menschen selbst entscheiden, was glaubwürdig ist. Die Plattform zur Wahrheit zu zwingen, hätte weit schlimmere Folgen als eine gelegentliche Lüge.

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          Das Internet verändert alle Lebensbereiche. Das ist eine Binsenweisheit, aber interessant ist doch, wie die neue digitale Welt auch Vorstellungen und Forderungen der Gesellschaft verändert. Facebook-Chef Mark Zuckerberg sagte Mitte Oktober, in dem Netzwerk müssten nicht alle Inhalte wahr sein. Auch Lügen seien Teil freier Meinungsäußerung. Gerade bei unwahren Politikeraussagen, auch in Anzeigen, sei es nicht an privaten Unternehmen wie seinem, diese zu zensieren.

          Ihm schlug ein Sturm der Kritik entgegen: Er ducke sich weg und wolle nur mit politischen Anzeigen weiter Geld verdienen, hieß es. „Zuckerbergs Rede heute zeigt, wie wenig er von 2016 gelernt hat“, twitterte die demokratische Präsidentschaftskandidatin Elizabeth Warren. Die Präsidentenwahl 2016, die Donald Trump womöglich mit Hilfe aus Russland gesteuerter Falschmeldungen ins Amt brachte, hat in Amerika ein kollektives Trauma ausgelöst, was Desinformation im Netz angeht.

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