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CDU-Ernährungsministerin : Klöckners Nestlé-Video gerät in den Fokus der Medienaufsicht

  • -Aktualisiert am

Die stellvertretende CDU-Chefin Julia Klöckner kommt zum Abschluss der Klausurtagung des CDU-Bundesvorstands. Bild: dpa

Ein Video, das Ernährungsministerin Julia Klöckner mit einem Nestlé-Manager zeigt, hat die Internetgemeinde erzürnt – und jetzt auch die Medienaufsicht Berlin-Brandenburg auf den Plan gerufen.

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          Als die CDU nicht in der Lage war, auf den Youtuber Rezo mit einem angemessenen Video zu reagieren, hagelte es Häme. Nun hat die Landwirtschafts- und Ernährungsministerin Julia Klöckner (CDU) ein Video mit dem Nestlé-Manager Marc-Aurel Boersch gedreht, den Lebensmittelkonzern dabei ordentlich für dessen Lebensmittelstrategie und sinkenden Zuckergehalt gelobt – und damit ebenfalls in ein Fettnäpfchen getreten. Nachdem sich zunächst viele Internetnutzer empörten, droht nun auch rechtlicher Ärger. Denn am Mittwoch gab die Medienaufsicht Berlin-Brandenburg bekannt, dass sie den Fall prüfen und dafür erst einmal das Gespräch mit dem Ministerium suche.

          Völlig überraschend kommt die harsche Reaktion der Internetnutzer nicht. Der Konzern Nestlé steht seit Jahren im kritischen Fokus von Nichtregierungsorganisationen und Dokumentarfilmern. Klöckner hatte Kritik an dem Auftritt zunächst indirekt als „Hassrede“ bezeichnet und so noch etwas Öl ins Feuer gegossen – schließlich beschreibt dieser Terminus Inhalte, die etwa durch das Netzwerkdurchsetzungsgesetz aus dem Internet verbannt werden sollen.

          Ihr Video wurde einhundert Mal geteilt, bekam aber im Verhältnis dazu stattliche 2500 Kommentare – üblicherweise ein Zeichen dafür, dass die digitale Kommunikation entglitten ist, was auch das Social Media Team des Bundesministeriums feststellte: „Hui, viel los hier“, twitterte es.

          Der Youtuber Rezo bemerkte süffisant, er selbst hätte so ein Video als Werbung kennzeichnen müssen. Das scheint zumindest nicht völlig abwegig: Die Medienaufsicht Berlin Brandenburg kann nun etwa prüfen, ob es sich bei dem Video um ungekennzeichnete Werbung des Konzerns handelt. Ähnliches hat die Aufsicht auch im Falle des Netzwerks Ströer Social Publishing gemacht – jenes Netzwerk, zu dem auch Rezo selbst gehört.

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