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Digitalwährungen : Kann ich noch in Krypto investieren?

Kabelsalat in einer Mine für Kryptowährungen in Russland. Bild: Bloomberg

Die Märkte für Digitalwährungen sind abgestürzt, undurchsichtige Geschäftemacher sind unterwegs. Worauf Anleger nun achten sollten, wenn sie sich davon nicht abschrecken lassen.

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          Noch immer geht die Angst auf dem Kryptomarkt um: Nachdem es vor wenigen Wochen die Kryptobörse FTX erwischt hat, war diese Woche Block Fi an der Reihe. Millionen an Kundengeldern sind wohl unwiderruflich verloren. Auch sonst sind dieses Jahr schon bekannte Kryptounternehmen in die Insolvenz gegangen, angefangen vom Titan Network hin zum Celsius Network – bei dem über die mittlerweile ebenfalls insolvente Neobank Nuri Kunden ihre Gelder anlegen konnten. Die Krypto-Unternehmen, die es nicht so schlimm erwischt hat, haben zumindest mit Kurseinbrüchen und Massenentlassungen zu kämpfen, so etwa Coinbase: 1100 Stellen – und damit jede fünfte – werden gestrichen. Das Papier notiert noch auf rund 42 Dollar, nachdem es vor einem Jahr noch 250 Dollar waren. Die Liste kann man fast unbegrenzt fortsetzen, in Europa wie in den Vereinigten Staaten.

          Franz Nestler
          Redakteur in der Wirtschaft.
          Gustav Theile
          Wirtschaftskorrespondent in Stuttgart.

          Damit nicht genug, befinden sich die Kurse nahezu aller Digitalwährungen im Tiefflug. Innerhalb dieses Jahres verloren die Kryptowährungen insgesamt 1800 Milliarden Dollar an Marktkapitalisierung. Mittlerweile sind es noch 850 Milliarden Dollar, zu Jahresbeginn waren es noch 2600 Milliarden Dollar. Das sieht man auch an der größten Digitalwährung Bitcoin, die aktuell rund um 16.000 Dollar notiert – noch zu Beginn des Jahres waren es mehr als 56.000 Dollar. Der Markt ist also blutrot.

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