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Kampf um junge Menschen : Spenden per Handy

Müsliriegel gekauft, Brunnen finanziert: Share-Gründer Sebastian Stricker in Liberia. Bild: Stathis Klotsikas/Share

Start-ups, Apps und soziale Medien mischen einen Milliardenmarkt auf. Förderer und Organisationen müssen radikal umdenken, wenn sie junge Menschen erreichen wollen.

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          Im vergangenen Jahr spendeten 21 Millionen Menschen in Deutschland rund 5,2 Milliarden Euro – 20 Prozent davon im Dezember, dem traditionell stärksten Monat. So verlässlich wie der Stress vor Heiligabend kommen in der Weihnachtszeit deshalb auch die Spendenaufrufe, hoffen die Organisationen in dieser Zeit doch auf besonders viel glühwein- und zimtduftgeschwängerte Nächstenliebe.

          Jessica von Blazekovic

          Redakteurin in der Wirtschaft.

          Jüngst beschränken sich die Spendenaktionen jedoch nicht mehr auf analoge Kanäle. Wer auf Facebook aktiv ist, stößt dort in diesem Jahr vermehrt auf Spendenaufrufe von Freunden. Auch auf Instagram werben Organisationen mittlerweile mit Posts und Storys für ihre Zwecke, und auf Youtube sammeln Influencer bei Marathon-Livestreams von ihren Fans schon mal über eine halbe Million Euro ein: Mit den sozialen Netzwerken und Apps ist das Spenden im digitalen Zeitalter angekommen.

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