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Rechtsstreit : Jetzt greift Qualcomm auch die neuesten iPhones an

  • Aktualisiert am

Eine Chinese schaut vor eine Apple-Geschäft in Peking auf sein iPhone XR. Bild: EPA

Apple und Qualcomm liefern sich einen heftigen Patentstreit. In China will der Chipkonzern jetzt auch den Verkauf der neuesten iPhone-Modelle unterbinden. Apple verkauft seine Geräte dort indes munter weiter.

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          Der amerikanische Chipkonzern Qualcomm will in seinem Patentstreit mit Apple schnell einen ersten Teilerfolg in China ausbauen. Nachdem Qualcomm vor einem Gericht in der Stadt Fuzhou ein Verkaufsverbot für mehrere ältere Modelle erzielen konnte, sollen nun auch die diesjährigen Geräte iPhone XS samt der größeren Version XS Max sowie das iPhone XR ins Visier genommen werden. „Wir planen, die selben Patente für Klagen gegen die drei neuen iPhone-Modelle einzusetzen“, sagte ein chinesischer Qualcomm-Anwalt der „Financial Times“.

          Das chinesische Gericht hatte Ende November die Verletzung von zwei Patenten des Chipkonzerns festgestellt. Daraufhin sei der Verkauf der Modelle iPhone 6S, 7, 8 und ihrer größerer Versionen sowie des im vergangenen Jahr erschienenen iPhone X untersagt worden, wie Qualcomm am Dienstag mitteilte. Derzeit sind die Geräte jedoch weiterhin überall erhältlich. Apple beeilte sich schon direkt nach der Entscheidung mit der Feststellung, dass das iPhone in allen Varianten im Land erhältlich bleibe.

          Apple konterte, es gehe dabei nur um das Betriebssystem und alle Modelle mit der aktuellen Software-Version iOS 12 blieben im Handel. Der iPhone-Konzern legte Widerspruch gegen die Gerichtsentscheidung ein. Aus Sicht von Qualcomm muss der Verkauf der vom Gericht genannten Modelle unabhängig von der Software-Version gestoppt werden.

          Bei den Patenten geht es um Technologien, mit denen die Größe von Fotos angepasst werden könne, sowie zum Umgang mit Apps auf dem Touchscreen. Qualcomm reichte auch mehrere Klagen vor deutschen Gerichten ein und will hierzulande ebenfalls Verkaufsverbote erstreiten. Hier steht die nächste Entscheidung am 20. Dezember in München an.

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