https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/digitec/it-schwachstelle-bei-mehreren-bundesbehoerden-softwareschnipsel-log4j-17681634.html

Softwareschnipsel „Log4j“ : Mehrere Bundesbehörden von IT-Sicherheitslücke betroffen

  • Aktualisiert am

Auf dem Bildschirm eines Laptops ist der Binärcode zu sehen. Bild: dpa

Eine Schwachstelle im weitverbreiteten Softwareschnipsel „Log4j“ hält die IT-Sicherheitsbehörde des Bundes in Atem. Neben zahlreichen Unternehmen sollen auch mehrere Stellen in der Bundesverwaltung betroffen sein.

          1 Min.

          Nach Informationen des Nachrichtenmagazins „Spiegel“ sind auch mehrere Stellen in der Bundesverwaltung von der schwerwiegenden Schwachstelle in der Protokollierungsbibliothek „Log4j“ der Programmiersprache Java betroffen. „Bei einer Schwachstelle mit dieser Verbreitung ist auch die Bundesverwaltung betroffen“, hieß es dem Bericht zufolge aus dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI). Der Behörde seien einzelne verwundbare Systeme bekannt und es seien bereits entsprechende Schutzmaßnahmen eingeleitet.

          Bisher liegen demnach keinerlei Hinweise vor, dass die Schwachstelle in der Bundesverwaltung tatsächlich ausgenutzt worden sei. Zumindest in einigen Fällen sei das Problem nach Erkenntnissen des BSI bereits behoben worden.

          Das BSI hatte am Wochenende vor einer weit verbreiteten „kritischen Schwachstelle“ gewarnt, die zahlreiche Server und Anwendungen verwundbar machen könnte. Ein erfolgreiches Ausnutzen der Sicherheitslücke ermögliche „eine vollständige Übernahme des betroffenen Systems“, erklärte die Behörde und stufte ihre Cyber-Sicherheitswarnung auf die Warnstufe Rot hoch.

          Das BSI riet insbesondere Unternehmen und Organisationen, Updates einzuspielen, sobald diese für einzelne Produkte verfügbar sind. Außerdem sollten „alle Systeme, die verwundbar waren, auf eine Kompromittierung untersucht werden“.

          Weitere Themen

          Rheinmetall liefert Drohnen an die Ukraine

          Dax-Konzern : Rheinmetall liefert Drohnen an die Ukraine

          Der Rüstungshersteller liefert nach Munition, Luftabwehr und Panzern nun auch Fluggeräte – im Portfolio hat sie der Dax-Konzern erst seit ein paar Jahren. Und er ist auch nicht der einzige Drohnenlieferant aus Deutschland.

          Fehlt Lindners Wachstumsgesetz der Wumms?

          F.A.Z. exklusiv : Fehlt Lindners Wachstumsgesetz der Wumms?

          Die Konjunktur lahmt. Viele Unternehmen scheuen Investitionen im Inland. Das neue „Wachstumschancengesetz“ soll ihnen mehr Mut und Spielräume geben. Aber es hat wohl eine unerwartete Lücke.

          Topmeldungen

          Der Tunnel Hirschhagen (hier ein Archivbild aus dem Februar 2016) bei Hessisch Lichtenau wurde im Oktober 2022 für den Verkehr freigegeben.

          Autobahnbau ohne Ende : Standspur statt Überholspur

          Seit fast 35 Jahren ist die Autobahn 44 zwischen Kassel und Eisenach in Planung. Noch immer ist allerdings unklar, wie eine 11,3 Kilometer lange Lücke geschlossen werden kann. Ein mahnendes Beispiel dafür, was in Deutschland schiefläuft.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Sie können bis zu 5 Newsletter gleichzeitig auswählen Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.