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Mehr als Smartphones : Europas Manko

5G-Smartphones „made in China“ - präsentiert vom litauischen Verteidigungsministerium. Bild: via REUTERS

Litauische Fachleute sind womöglich auf schwere Sicherheitslücken in chinesischen Handys gestoßen. Wenn sich das bestätigen lässt, muss das zwei Folgen haben.

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          Wer in den virtuellen Welten nicht von zweifelhaften Anbietern abhängig sein will, der muss glasklare Regeln für den Datenverkehr aufstellen und wirtschaftliche Spielräume zulassen, damit eigene Anbieter es ganz nach vorn schaffen können. Europa hat sich mit seiner Datenschutz-Grundverordnung vor fünf Jahren zwar einen Rechtsrahmen gegeben, der in der Welt seinesgleichen sucht. Doch dem Kontinent mangelt es an Unternehmen, die in den ersten globalen Branchenligen mitspielen.

          Große Computerhersteller? Namhafte Smartphone-Hersteller? Global tätige Cloud-Anbieter? Alles Fehlanzeige!

          So ist es kein Wunder, wenn, wie gerade wieder in Litauen nach der Untersuchung neuer chinesischer 5-G-Handys geschehen, ausgebuffte Cyberexperten auf schwere Sicherheitslücken stoßen, die offenbar gezielt gegen die hiesigen Spielregeln verstoßen. Wenn sich das bestätigen lässt, muss das Folgen haben.

          Erstens: Die Delinquenten sind hart zu bestrafen. Zweitens: Die hiesige Politik muss sich ernsthaft Gedanken machen, warum Europa zwar eine erstklassige Forschung hat, Technologie-Konzerne aber fast nur in unteren Branchenligen spielen.

          Stephan Finsterbusch
          Redakteur in der Wirtschaft.

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