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Fachkräftemangel : Im IT-Sektor fühlen sich die Mitarbeiter übergangen

Gegen den Fachkräftemangel: Schüler der Berufsschule in Bietigheim-Bissingen werden fit gemacht für die Digitalisierung. Bild: Verena Müller

Weil der Arbeitsmarkt leergefegt ist, wird die Weiterbildung der eigenen Mitarbeiter immer wichtiger. Besonder ITler haben aber das Gefühl, dass an ihnen vorbei entschieden wird.

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          Der Arbeitsmarkt profitiert von der großen Unsicherheit in der Wirtschaft. Dabei sind es weniger die konjunkturellen Wolken (Handelskrieg, Brexit, Iran-Boykott). Vor allem die Digitalisierung führt dazu, dass die Unternehmen sehr viele externe Berater in Anspruch nehmen; die Liste der Unternehmen mit den meisten Neueinstellungen liest sich daher fast wie ein „Wer ist wer“ der deutschen Beraterbranche. Parallel dazu werden intern die eigenen IT-Abteilungen aufgebaut. Der Elektrokonzern Siemens bezeichnet sich schon länger gern als zweitgrößtes deutsches Softwarehaus nach SAP. Der Autohersteller Volkswagen hat dieser Tage auf den leergefegten deutschen Markt für Softwareentwickler hingewiesen. Volkswagen will daher in den nächsten Jahren Hunderte von Software-Entwicklern selbst ausbilden.

          Georg Giersberg

          Redakteur in der Wirtschaft, zuständig für „Der Betriebswirt“.

          „Die Wirtschaft benötigt in den nächsten Jahren mehr Software-Entwickler, als der Arbeitsmarkt und die Ausbildungseinrichtungen bieten“, klagte VW-Personalvorstand Gunnar Kilian. Vom Frühjahr 2019 an sollen an einer neu geschaffenen „Fakultät 73“ der Auto-Uni von VW die ersten 100 Software-Entwickler ausgebildet werden; sie sollen von 2021 an vor allem Volkswagen, aber auch dem Arbeitsmarkt, zur Verfügung stehen. Insgesamt beschäftigt Volkswagen an seinen Standorten global rund 11.000 IT-Spezialisten. Die wichtigsten Entwicklungszentren für Software unterhalte Volkswagen in den Vereinigten Staaten und China, denn „in Europa und in Deutschland verfügen wir nicht im notwendigen Maße über eine IT-Industrie, die in der Lage wäre, uns umfassend genug bei unserem Vorhaben zu unterstützen“, wie Markenvorstand Herbert Diess sagte.

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