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Internetökonomie : „Die Nutzer überschätzen den Wert ihrer Daten massiv“

Und noch mehr Daten: Bis Ende 2020 will Elon Musk das Gehirn eines Menschen mittels Elektroden an einen Computer anschließen Bild: Prisma Bildagentur

In jeder Sekunde werden im Internet riesige Datenmengen gesammelt. Bisher können vor allem amerikanische Großkonzerne viel damit anfangen. Die Bundesregierung will das ändern. Ist das ein guter Plan?

          6 Min.

          Herr Buxmann, Sie forschen schon lange zum Wert von Daten. Das Thema bekommt immer größere Relevanz, früher würde es ausschließlich mit Blick auf das Verhältnis von Privatkunden und Internetkonzernen bezogen – inzwischen hat es eine politische Dimension bekommen. Was halten Sie von den Plänen der Bundesregierung, staatseigene Datenschätze zu öffnen?

          Carsten Knop
          Herausgeber.

          Das ist sicherlich eine gute Idee und geht in die richtige Richtung. Daten bilden die Grundlage für die Entwicklung und Nutzung vieler innovativer und digitaler Geschäftsmodelle. Neben dem hohen ökonomischen Wert können die Analyse, Zusammenführung und Nutzung von Daten aber auch einen hohen gesellschaftlichen Nutzen stiften, beispielsweise in der Medizin oder auch im Rahmen von Open-Data-Projekten, etwa zur Planung von Fahrradwegen oder Schwerlasttransporten. Gerade durch die neuen Entwicklungen im Bereich der Künstlichen Intelligenz oder des Maschinellen Lernens ergeben sich für die Analyse von Daten neue Möglichkeiten. Die geplanten Maßnahmen der Bundesregierung sind auch ein wichtiger Schritt, damit europäische und deutsche Anbieter im Wettbewerb mit amerikanischen oder chinesischen Unternehmen besser bestehen können.

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